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Das Science Fiction-Blog

Willkommen in der Galaxie NGC6544. Hier schweben der Kampfstern Galactica, die Aetron, Serenity, Enterprise und andere prominente und weniger prominente Schiffe und Figuren der Science Fiction durch den Raum. Egal ob Buch, TV oder Hörspiel, hier findet jeder sein bevorzugtes Medium. News, Hintergründe und Diskussionen. Mehr ...

“Backup”: Doctorow-Roman erscheint nicht unter CC-Lizenz!

"Down and out in the Magic Kingdom" - das war Cory Doctorows erster Roman, vielleicht eher eine Novelette. Erschienen im Jahre 2003, hierzulande wirds also mit knapp vier Jahren Verspätung als Übersetzung bei Heyne herausgegeben. Das Besondere an dieser Novelle, an diesem Roman ist nun dass das Buch zwar bei TOR erschienen ist - was an sich schon eine Leistung ist - gleichzeitig aber hatte TOR keinerlei Probleme damit, dass Cory Doctorow das Werk unter eine Creative-Commons-Lizenz stellte. Nochmal zum langsamen Mitlesen: Das durchaus hochgelobte Erstlingswerk von Cory Doctorow, lange Zeit Mitarbeiter der EFF und Betreiber des Weblogs BoingBoing, erschien als Creative-Commons-lizenziertes Werk in einem angesehenen Verlag und dieser hatte keinerlei Probleme damit, dass Cory das Werk zum freien Download auf seine Homepage setzte. Mittlerweile gibt es, nachdem Cory die Lizenz nochmal nachträglich änderte, Dutzende von Versionen für PDAs, als reine HTML-Seite, als PDF sogar als lesbare Variante für den Gameboy Advance. Dies funktionierte, um es noch einmal zu betonen weil es wirklich bisher einzigartig ist - sehen wir mal von den anderen Doctorow-Romanen ab - deswegen weil man dies vollkommen legal tun durfte solange man damit keinen Profit erwirtschaften wollte sprich solange es nicht-kommerziell ist. Ja, das ist einzigartig: Mir ist jedenfalls kein weiteres Werk bekannt bei dem der Verlag das Einverständnis für eine CC-Lizenz-Veröffentlichung gab.
Mittlerweile gibt es von diesem Roman Fanübersetzungen in Japanisch und in Spanisch, eine Kurzgeschichte die chronologisch gesehen nach dem Buch spielt ist sogar auf Deutsch erschienen. Es gibt zwei Podcast-Lesungen des Werkes, jede Menge alternativer Cover und wie schon oben erwähnt Dutzende von Versionen für jeden erdenkliches Ebook-Format. Nur gab es bisher keine deutschen Fanübersetzung - und die wird es wohl auch kaum jemals wieder geben, denn Michael Iwoleit hat sich für den Heyne-Verlag an die Übersetzung gemacht oder sitzt vermutlich noch dran: "Backup" - habe ich schon gesagt dass ich es als Undingen empfinde englische Originaltitel durch falsche englische Titel zu ersetzen? Ja? Gut! - erscheint im Oktober 2007.
Daraufhin habe ich mich mal an die Tastatur gesetzt und Cory Doctorow gefragt ob Heyne jetzt auch den Roman - wie TOR - unter einer CC-Lizenz veröffentlichen wird oder ob dies nicht der Fall ist. Seine Antwort, thanks Cory:

Alas, the German publisher wasn't in for a CC license. It's very hard to do that kind of deal through my agent's foreign rights agent -- it just wasn't going to happen, much as I wish it would.


Grob übersetzt: "Leider war der deutsche Verlag nicht für eine CC-Lizenz. Es ist sehr schwierig diese Art von Übereinkunft durch meinen Agenten zu treffen, der die fremden Rechte wahrnimmt (also die von Übersetzungen) - es sollte wohl nicht sein obwohl ich mir das sehr gewünscht habe."
Das heißt: Der deutsche Text von Iwoleit wird nicht so fruchtbringend von den deutschen Fans bearbeitet werden können wie das Original. Die CC-Lizenz, die bekantlich das Urheberrecht etwas erweitert, lässt ja bekanntlich auch zu dass derjenige, der den Text geschaffen hat diese Lizenz auch für gewisse Projekte als "nichtexistent" ansezen kann - allerdings ist eine Zurücknahme der Lizenz nicht möglich. Das funktioniert nicht. Da in diesem Fall die Lizenz ja ausdrücklich nur für nichtkommerzielle Bearbeitungen gilt ist das sowieso kein Problem.
Natürlich werde ich mir im Oktober wohl die 8,- Euro-Ausgabe für das Buch gönnen allein um die Übersetzung mit dem Original abzugleichen, was sicherlich interessant sein dürfte. Die interessante Frage ist jetzt aber: Was passiert wenn ich als Fan mich jetzt an eine komplette Neuübersetzung des Ursprungstextes wage und die nicht für kommerzielle Zwecke verwende sondern im Sinne der mittlerweile veränderten Lizenz, die deritative Werke ja durchaus mit einschließt? Cory entschloss sich ja eines Tages dazu die Lizenz zu ändern und das Buch unter einer weitergefassten CC-Lizenz zu stellen und die hats durchaus in sich:

That I am re-licensing Down and Out in the Magic Kingdom, effective today, under the terms of one of the least restrictive Creative Commons licenses, the Attribution-NonCommercial-ShareAlike license, which explicitly allows anyone in the world to make any non-commercial adaptation of my book s/he can think of: translations, radio plays, movies, sequels, fanfic, slashfic…you get the picture.


Man beachte: Übersetzungen werden ausdrücklich von Cory erwähnt und genehmigt sofern diese nichtkommerziell sind - die Lizenz ist auf deutsch wohl diese hier:

Creative Commons License
Dieser Inhalt ist unter einer Creative Commons-Lizenz lizenziert.


Rein theoretisch müsste, da die CC-Lizenz vor Gericht Bestand hat wie wir seit Adam Curry wissen, eine reine Fanübersetzung in die deutsche Sprache, die keine kommerziellen Absichten hat eigentlich kein Problem darstellen - rein praktisch dürfte der Heyne-Verlag allerdings nicht so ganz davon zu überzeugen sein vermute ich stark. Zudem - die Lizenz die Cory für sein Werk anwendet ist die amerikanische Variante und ob die für den deutschen Raum bzw. weltweit gilt - meine Güte, hat das überhaupt jemand schon mal herausgefunden?
Natürlich werde ich auch nochmal versuchen herauszufinden wie der Heyne-Verlag über diese Situation denkt, vorerst vermute ich stark dass eine deutsche Fanübersetzung für die nächste Zeit nicht machbar sein wird. Vielleicht aber wird der Verlag die Lizenz tolerieren. Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung in diesem verzwickten Fall...
2 Funksprüche 19.01.2007, 11:40 Uhr | Kategorie: Allgemein Bücher

Neuer Doctorow kostenlos

Das ist für mich so selbstverständlich, dass ich daraus nun partout keine Meldung gemacht habe, weil Cory Doctorow seine Podcasts und Geschichten stets unter einer CC-Lizenz kostenlos verteilt. Wobei: Die Geschichten in "Overclocked" sind vorher als Podcasts erschienen! Und erst jetzt im Print! Ich bin mal gespannt, Cory hat desöfteren gesagt, dass er die Storys noch bearbeiten wollte, aber wer die Dinger schon mal hören möchte kann das ja nachholen. Und gut, na schön, die Kollegen von SF-Fan.de waren schneller mit der Meldung. Macht ja nichts, verlinken wir halt zum Original der Meldung.
Was ich noch nicht wußte: "Down and out of the Magic Kingdom" erscheint bei Heyne. In diesem Jahr wohl noch. Da muss ich doch glatt mal nachfragen ob das auch unter einer CC-Lizenz erscheint. Wobei: Um Gotteswillen, die Apokalypse naht wenn Heyne eine Übersetzung eines CC-Textes unter eine Lizenz stellt, was sie normalerweise tun müssten es sei denn Doctorow hat da gesagt, dass sie das nicht müssen, ich muss ihn mal anmailen. Aber wieso heißt das Buch dann "Backup" auf deutsch? Na schön, "Raus und Rein aus dem Magic Kingdom" - damit ist die Attraktion in Disney-Land gemeint - klingt doof, aber man ersetzt einen englischen Titel durch einen englischen Titel? Bei Kinofilmen ist mir das ja schonmal aufgefallen, unangenehm, aber muss das jetzt auch bei diesem Werk sein? Grumpf.
Übrigens habe ich "A Place so Foreign" gerade als Ebook durch, die erste Storysammlung - Leseempfehlung! Aber sowas von, diese Trilogie um die Aliens ist sowas von klasse - Super-Man and the Bugout schildert z.B. die Probleme, die man als Superheld haben kann wenn das Finanzministerium plötzlich einen Nachweis über Steuerzahlungen verlangt bzw. auf einmal meint, man müsse doch auch als Superheld ein Konto haben. Ideen hat der Mann, einfach klasse. Und 0wnz0red - hui... Ich frage mich ja schon ob ich da nicht als Fingerübung mal zwei, drei Stories übersetze einfach aus Spaß an der Freud. Dürfen dürfte ich das durchaus. ;-)
0 Funksprüche 18.01.2007, 22:00 Uhr | Kategorie: Bücher

“Tentakelschatten” - Erstes Kapitel als PDF zum Download

Tentakel werfen ihre Schatten voraus... Wer noch nicht ganz schlüssig ist ob das Hardcover des kommenden Reißers von Dirk van den Boom etwas für ihn ist kann sich jetzt das komplette erste Kapitel als PDF auf die Festplatte holen. Military-SF, so, so. Hätte man ja ahnen können. Wobei mir schwant, dass neben Tentakeln auch jede Menge Brüste und Raumschiffe mit im Spiel sein werden. (Ihr kennt die Weihnachtskarte aus seinem Blog? Nein? Nicht unbedingt sicher für den Arbeitssurfplatz, oh nein. *g*)
0 Funksprüche 29.12.2006, 02:13 Uhr | Kategorie: Bücher

RIP Jack Williamson

Gestern vermeldete es die amerikanische Presse: Jack Williamson ist tot. Laut seiner Familie verstarb er bereits am Freitag nach einem sehr fruchtbaren und langem SF-Schriftstellerleben. Seine erste Story erschien 1928, der letzte Roman im Jahr 2005. Er war der Mann, der die ersten Gehversuche von Isaac Asimov ermunterte, der seit den 30ger Jahren des letzten Jahrhunderts zu den ganz Großen der SF-Literatur zählte. Er arbeitete oft mit Frederic Pohl zusammen, sein Roman "The Humanoids" ist ein Meilenstein des Genres, dort entwickeln sich die Schutzfunktionen der von Menschen erschaffenen Roboter derartig, dass diese die Menschen praktisch als Gefangene halten. Bis ins hohe Alter veröffentlichte er Romane und Erzählungen, zuletzt im Jahr 2005 mit 97 Jahren "The Stonehenge Gate" bei TOR-Books. RIP, Dean of Science-Fiction.
0 Funksprüche 15.11.2006, 00:41 Uhr | Kategorie: Allgemein Bücher

Sneak Preview auf den neuen Gibson

Die hochverehrten Bloggerkollegen haben einen Auszug aus Gibsons neuen kommenden Roman online gestellt. Hinsurfen, los, los.
0 Funksprüche 05.11.2006, 22:34 Uhr | Kategorie: Bücher

Nathan Fillion in “7th Son”

Bis hierzulande sich ein Schauspieler bequemt in einem Podiobook aufzutauchen wird wohl noch viel Wasser alle erdenkliche Flüsse hinabfließen. In den USA ist man aber aufgeschlossener: Nathan Fillion, bekannt aus "Firefly" und "Slither", wird am 14. November im Podiobook "The 7th Son: Deceit" zu hören sein - er spricht einen Teil der Einleitung, also das "Was bisher geschah".
Meldet Slice Of Scifi. Hmm, ich habe das Ende des ersten Buchs verpasst, ich müsste mir das alles nochmal anhören - interessanterweise ist das tatsächlich das erste Werk des Autors J. C. Hutchinson.
0 Funksprüche 03.11.2006, 02:10 Uhr | Kategorie: Audio Bücher

“Maddrax”: Festung des Blutes-Comic für lau herunterladbar

Die dunkle Zukunft der Menschheit erlebt seit etlichen Jahren Matthew Drax mit, den es duch einen Zeitsprung in eine weitentfernte Zukunft verschlägt. Die Bastei-Heftromanserie hat sich zu einem der Tragpfeiler im "Männer-Sektor" bei Bastei gemausert zumindest was die Printversion anbelangt. Eine Comic-Adaption war geplant und in den kürzlich eingestellten Gespenstergeschichten erschien auch eine komplette Geschichte in vier Teilen aber so richtig gezündet hat das Ganze nicht.
Allerdings kann man sich, da Halloween ist - moment, wo hatte ich nochmal die Bauanleitung für den Kürbis-Dalek hingelegt? - auf das Angebot des Bastei-Verlages besinnen und sich den Comic "Die Festung des Blutes" herunterladen. Das PDF-File - Achtung, Direkt-Link! - hat knapp 16 MB und da ist alles drin: Blut, Action, Sex - perfekt, oder?
Näheres über die Serie hat momentan der Stern zu bieten. Ich selber lese momentan keine Heftroman-Serien mehr, dazu fehlt mir einfach die Zeit. Perry-Rhodan war sowieso schon länger uninteressant für mich und obwohl ich Maddrax schätze und mag - sowie Zamorra - und regelmäßig die neuen Serien begutachte die Bastei startet, fehlt mir momentan die Zeit und die Lust dazu. (Außerdem schreibt Claudia Kern da nicht mehr mit. Mit EIN Grund für mich. ;-))
[Kudos an den Schockwellenreiter]
0 Funksprüche 27.10.2006, 18:24 Uhr | Kategorie: Bücher Serien

“Dies sind die Abenteuer…” - 40 Jahre Star-Trek

40 Jahre Star-Trek in 40 Kapiteln zu erzählen, dabei dann zwischendurch interessante Informationen einzustreuen - ist das nicht ein sehr gewagtes Unterfangen? Durchaus und manch andere Autoren wären daran gescheitert, wenn diese versucht hätten alle Episodenguides aller Serien mit allen Schauspielerbiographien in diese 40 Kapitel zu packen. Aber glücklicherweise packen die Autoren - Mike Hillenbrand und Thomas Höhl - das Ganze etwas anders an und damit gelingt es ihnen ein kurzweiliges, informatives und unterhaltsames Buch vorzulegen.

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0 Funksprüche 22.10.2006, 21:37 Uhr | Kategorie: Bücher

Der Algebraist - Banks auf deutsch

Mal schauen ob die Kollegen von Sf-Fan.de ebenso wie ich von "The Algebraist" - bei dem Titel konnte der Übersetzer ja nichts falsch machen ;-) - begeistert sind oder eher nicht. Oh - na sowas - da habe ich vergessen eine endgültige Bewertung abzugeben? Dann machen wir das doch mal hier und jetzt, sorry für die Verspätung. :-)

"The Algebraist" ist nichts für Leute, die in kleinen Maßstäben oder Zusammenhängen denken, nein, man muss eine Vorliebe für Jahrmillionen und Jahrtausende haben. Wer jetzt sagt: "Aber das finde ich auch bei Perry Rhodan" - hat vielleicht mit den Zeiträumen Recht, Banks punktet aber eindeutig im Thema "Charakterisierungen" und vor allem - dank des genialen Prologs und Epilogs - vermag er die Leser zu fesseln. Seer Taak ist menschlich in einer Welt, die für Menschen nicht gedacht ist. Sein Gegner ist, wie sich das auch für einen Gegner in einem guten Roman gehört, so abgrundtief böse, dass man mit Spannung auf das Ende hinfiebert, dass durchaus überraschen kann. Darüber hinaus gibt es eine faszinierend fremd geschilderte Kultur, eine facettenreiche, dabei nicht überdrehte oder überhastete Handlung - kniff- und variantenreich erzählt übrigens - und überhaupt ist "Der Algebraist" eines der Higlights in der SF der letzten Jahre. Und nebenbei: Dass es sich beim "Algebraisten" um den Titel eines Buches handelt ist natürlich wieder so eine Doppelbödigkeit, die bei Banks auch desöfteren zu finden ist. ;-)

Und nein, die Kollegen bei SF-Fan.de vermögen dem Roman nichts Rechtes abzugewinnen aber so ist das mit den Geschmäckern, der Subjektivität und den Büchern ebend. Wobei Banks durchaus auch komplexe Themen anspricht, aber dazu müsste man mal unter die durchaus spannende - und hey, ich beschwere mich ja schon mal nicht wenn ein Roman spannend erzählt ist, selbst wenns nur eine Abenteuergeschichte wäre - Oberfläche schauen. Denn was Banks da mit Exotik und Farbe geschminkt hat, das hat durchaus Tiefgang. Den kann man zugegebenermaßen leicht übersehen, aber es ist nicht so dass "Der Algebraist" sich hinter dem Kultur-Zyklus verstecken müsste und ich sehe bei Seer Taak auch durchaus eine komplexe Figur. Aber wie gesagt, so ist das mit Büchern und Geschmäckern und Meinungen, man kann sich trefflich drüber streiten. Und das tun wir doch gerne, oder? Zudem kann es auch an der Übersetzung liegen, dass da einige Nuancen nicht mitgenommen würden. Wundern würde es mich nicht. Nun ja, für etwas weniger als 15,- Euro bekommt man ja schon die englische Taschenbuchausgabe... (Wobei ich es schade finde, dass Banks Romane hierzulande nicht im Hardcover erscheinen - der Preisunterschied zwischen einem dicken Türstopper im Taschenbuch und einem guten Hardcover ist zumindest bei der Ausgabe nun zu vernachlässigen.)
0 Funksprüche 22.10.2006, 21:04 Uhr | Kategorie: Bücher

Wie Fans Robert Anton Wilson unterstützen

Unterschätze nie die Macht der Fans ist ein Motto, dass man sich eingerahmt in die Küche oder übers Bett hängen sollte. Ein Beweis dafür, dass Fans eine Menge tun können ist neben diversen Kamapagnen auch das, was der BoingBoing-Artikel über den momentanen Gesundheitszustand von Robert Anton Wilson und seine finanzielle Situation ausgelöst hat.
Robert Anton Wilson ist zusammen mit Robert Shea der Autor der "Illuminatus!"-Trilogie. Kultbücher, die zumindest teilweise auch in die SF mit reinspielen obwohl die Handlung selbst - wenn es denn eine Handlung gibt was bei der Weitschweifigkeit und der Erzählweise der Autoren ab und an gar nicht so einfach herauszufinden ist - eher um Verschwörungstheorien kreist. Im BoingBoing berichtete Mark Frauenfelder gestern über die momentane Situation des Autors, die alles andere als rosig aussah:

Robert is dying at his home from post polio syndrome. He has enough money for next months rent and after that, will be unable to pay. He cannot walk, has a hard time talking and swallowing, is extremely frail and needs full time care that is being provided by several friends-fans-volunteers and family. We appeal to you to help financially for the next few months to let him die at his home in peace.


Dieser Aufruf verhallte nicht ungehört, zahlreiche Leute haben an seinen Paypal-Account gespendet - olgaceline @ gmail.com - und das Ergebnis berichtet Mark heute in einem Update im BoingBoing:

Anyway, this morning Bob's daughter showed up at his house in tears because she had checked his PayPal account and found money for next month's rent plus more. Bob called me to say that he couldn't believe people would care so much about him and as we talked (which isn't easy for him at this point) he was overcome with emotion more than once. He is so touched and RELIEVED at the possibility of staying in his home. He kept repeating to me his deep felt appreciation and disbelief that people would care so much about him.


Falls jemand von euch noch etwas spenden möchte, ich bin sicher der Autor hat auch hier in Deutschland seine Fans, der tue dies bitte an seinen Paypal-Account. Das dürfte die einfachste Möglichkeit hierzulande sein. Unterschätze nie die Macht der Fans...

1 Funksprüche 04.10.2006, 13:47 Uhr | Kategorie: Bücher

Die Top-Ten-Liste des Schockwellenreiters

Meine Entschuldigung dafür eine Top-Ten-Liste ein Jahr nach dem aktuellen Posting zu verlinken ist simpel: Das NGC nähert sich zwar allmächlich seinem einjährigen Geburtstag aber zu der Zeit vor einem Jahr war es noch sozusagen ein In Vitro. Ein platonisches Ideal. Ein zartes Gedankenbild, noch nicht reif genug für diese harte, unbarmherzige Blogwelt, die... Okay, okay, okay, ich hör ja schon auf, aber schnüff, das ist immer so schön nostalgisch wenn man so zurückblickt.
Kommen wir aber zum Thema des Bloeintrags zurück: Der Top-Ten-Liste von SF-Büchern, die vor einem Jahr der wunderbare, einzigartige, lesenswerte Schockwellenreiter veröffentlichte. Da sind einige feine Lesetipps dabei und ich glaube in den Kommentaren habe ich mich damals auch zu Wort gemeldet aber man wird alt und vergesslich und - okay - was ist das für ein Blog?
0 Funksprüche 26.09.2006, 01:46 Uhr | Kategorie: Bücher

Space-View streicht Kurzgeschichten

Seit März 2005 gibt es die Kurzgeschichten-Rubrik in der Space-View, in der Helmut W. Mommers bekannte und nicht so bekannte Autoren vorstellt. Diese Reihe ist jetzt Geschichte, denn wie auf der Seite von Mommers zu lesen hat die Space-View für externe Kräfte kein Geld mehr:

Kontinuierlicher Auflagenschwund innerhalb der letzten paar Jahre auf nur noch die Hälfte der verkauften Exemplare, verbunden mit zunehmendem Kostendruck, haben den Verlag bewogen, die Story-Rubrik zugunsten populärerer Inhalte, die keine zusätzlichen externen Kosten für Betreuung und Lektorat erfordern, per 2007 einzustellen.


Dabei gab es doch Stimmen die eine Renaissance der Kurzgeschichten in Deutschland ausmachten da es doch viele Anthologien in den letzten Jahren gab in denen vermehrt Kurzgeschichten des Genres herausgegeben wurden.
Die Frage ist jedoch nicht die ob der Boom herbeigeschrieben wurde sondern ob das Zielpublikum der Space-View, man wollte ja neue Kundschaften mit den Kurzgeschichten erschließen, erreicht wurde. Offenbar ist das nicht der Fall gewesen und während andere Kommentatoren sich berufen fühlen das Problem darin zu sehen, dass die junge Generation nicht mehr Genre-Literatur überhaupt und an sich lesen würde - Harry Potter und Konsorten sind da ausgenommen - ist meine Sichtart da etwas differenzierter.
Zum Einen darf es als Erfolg gewertet werden dass die Rubrik überhaupt eingeführt wurde und so lange lief. Dass sie sich nicht etablieren konnte ist natürlich für diejenigen ein Verlust, die gehofft hatten wieder Kurzgeschichten in deutschen Magazinen zu verankern, Vorbild C'T. Das Publikum der Space-View allerdings ist nicht gerade literaturaffin - anders ist da offenbar das Publikum der C'T, die auch gerne längere Texte über Fachthemen lesen. Jeder der mal einen Blick in die Space-View gemacht hat wird wissen, dass über zwei Drittel der Zeitschrift sich mit Themen aus der sogenannten Medien-SF beschäftigen. Zwei Rezensionsseiten sind nun wirklich nicht die Rede wert in diesem Magazin. Aber: Der Mut der Space-View überhaupt sich an die literarische Ecke zu wagen ist bemerkenswert und sollte auch gewürdigt werden.
Zum Anderen: Ich vermute, dass man einfach zu früh aufgegeben hat, eine neue Rubrik braucht Zeit um sich zu etablieren und ein Jahr plus paar zerquetschte Monate ist nicht sonderlich viel für ein Magazin, dass zweimonatlich erscheint. Es ist natürlich auch schwierig zu entscheiden welche Geschichten jetzt für ein Zielpublikum geeignet sind, die Mommers-Auswahl war durch die Bank eigentlich recht hochwertig, aber offenbar will der Zufallskäufer, der Berichte über Medien-SF erwartet nicht unbedingt mit "unwichtigem Gedöns" abgelenkt werden.
Es ist müßig darüber zu spekulieren in wieweit das Niveau der Geschichten an sich den Leser abgeschreckt haben oder jedenfalls nicht für eine Weiterempfehlung gesorgt haben - Literatur ist Geschmackssache, Mommers Auswahl war, wie oben geschrieben, auch durch die Bank gut, aber ehrlicherweise gesagt: Würde man mich jetzt als Abonnenten fragen ob ich mich an eine Geschichte besonders erinnern könnte aus dem letzten Jahr - ich müsste verneinen.
Sehen wir das Ganze als das was es ist: Eine durchaus beachtenswerte Leistung, die zwar nicht mit Erfolg abgeschlossen wurde aber vielleicht Vorläufer für ein besseres Einbinden dieser Inhalte in Magazine sein kann.
0 Funksprüche 22.09.2006, 00:57 Uhr | Kategorie: Bücher

Heinleins letztes Werk erscheint im September

Robert A. Heinlein verstarb im Jahre 1988. Der Autor von Werken wie "Starship Troopers", durchaus kontrovers diskutiert übrigens, "Der Mond ist eine herbe Geliebte" und natürlich "Fremder in einem fremden Land" hinterließ Notizen und Anmerkungen zu einem Roman namens "Variable Star", den er allerdings zugunsten von anderen Werken beiseitelegte und vergaß. Aus diesen Hinterlassenschaften hat der Autor Spider Robinson nun diesen Roman im Geist von Heinlein und mit dem Segen der Heinlein-Erben vollendet. "Variable Star" erscheint am 19.06. in den Staaten als Hardcover. Wie detailliert Heinleins Notizen und Fragmente zu diesem Roman ausgearbeitet waren verrät die Webseite nicht, stellt aber immerhin für diejenigen, die sich nicht sicher sind ob sie den Roman kaufen sollen, die ersten acht Kapitel nach und nach zum Online-Lesen bereit. Immerhin, die ersten Sätze sind schon mal ein Beispiel dafür, wie man den Leser neugierig auf den ganzen Roman machen kann:

I thought I wanted to get married in the worst way. Then that's pretty much what I was offered, so I ended up going trillions of kilometers out of my way instead. A great many trillions of kilometers, and quite a few years - which turns out to be much the greater distance.




0 Funksprüche 29.08.2006, 23:52 Uhr | Kategorie: Bücher

Rettungskreuzer-Ikarus-Storywettbewerb

Ich muss zugeben, ich hatte schon etliche andere Überschriften für diesen Artikel, aber sowas wie "Auf den Flügeln des Ikarus" war mir dann doch zu blöd, deshalb schlicht, simpel und einfach: Dirk van den Boom ruft zum dritten Mal Autoren auf, die sich an einer Anthologie für die Serie "Rettungkreuzer Ikarus" beteiligen möchten. Die Regeln lauten folgendermaßen:

* die eingesandte Geschichte sollte einen Gesamtumfang von 40.000 Zeichen (nach Word-Zählung) nicht überschreiten
* sie soll erkennbar im Ikarus-Universum spielen und sollte nicht im Widerspruch zu Geschehnissen der Serienhandlung stehen
* sie kann Mitglieder der Ikarus-Crew als Hauptpersonen enthalten, sich aber gerne auch auf andere konzentrieren oder eigene Figuren entwickeln
* sie sollte bis zum 31. Januar 2007 bei der Ikarus-Redaktion () eingetroffen sein. Bitte nur elektronische Manuskripte einsenden, kein Papier!


Die Auswahl der Geschichten erfolgt durch die Ikarus-Redaktion, man behält seine Rechte an dem Werk und stimmt nur automatisch mit dem Einsenden eines Manuskriptes einer Veröffentlichung in der Anthologie zu. Was ja auch Sinn der Sache ist mehr oder weniger. Honorare bekommt man zwar keine, aber ein Belegexemplar der Anthologie und das Gefühl, bei Dirk in guten Händen zu sein. ;-)
0 Funksprüche 22.08.2006, 00:48 Uhr | Kategorie: Bücher Serien

Ebooks für umsonst und ohne DRM

Das gute BoingBoing-Blog weist auf einen Eintrag des Cebidae-Weblogs - cooler Name - hin, dass fünf Webseiten für kostenlose und vor allem ohne DRM versehene Ebooks auflistet. Da kann man dann wenn man des Englischen mächtig ist viele angenehme Lesestunden verbringen. Natürlich ist die Baen-Library mit von der Party. Falls jemand ähnliche Angebote für deutsche SF-Ebooks kennt, natürlich sollten die ohne DRM sein, nun, da unten gibt es das liebe kleine Kommentarfeld, das beißt euch bestimmt nicht.
Und wenn man aktuell auf dem Laufenden gehalten werden möchte, kann man sich den Del.icio.us-Feed abonnieren. Noch cooler als der Blogname wenn ihr mich fragt.
0 Funksprüche 18.08.2006, 11:54 Uhr | Kategorie: Bücher
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Autor: Christian Spließ | Herausgeber: medienrauschen Netzwerk | Alle Rechte vorbehalten.

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