Ich erinnere mich noch gut daran: Ich befand mich damals am 01.02.2003 bei der Jahreshauptversammlung eines Vereines im Wohnhaus des Vorsitzenden, man hatte die Versammlung gerade offiziell aufgelöst als jemand sagte: "Die Besatzung der Columbia ist tot." Die nächsten Minuten starrten wir dann alle wie gebannt auf den Fernsehbildschirm und versuchten so rasch wie möglich nähere Informationen herauszubekommen...
Seit dem Challenger-Unglück, an das ich mich schemenhaft erinnere, hat selten ein Unglück derart die Nation bewegt. Die Folgen waren für die NASA einschneidend. NIcht nur, dass wertvolle wissenschaftliche Ergebnisse verlorengingen; die NASA erlitt auch einen gewaltigen Imageschaden als sich herausstellte, dass nicht - wie zuerst vermutet - Weltraummüll die Ursache für das Unglück war. Sondern ein Loch im Hitzeschutz-Schild, vermutlich direkt nach dem Start erzeugt und von niemandem bemerkt. Unabhängige Ermittler kamen zu dem Schluss, dass die Organisatoren am Unglück genauso Schuld waren wie die versagende Technik. Die NASA hätte schlicht einfach die eigenen Sicherheitsvorschriften ignoriert.
Zwar plädierten die Ermittler für eine Fortführung des Progamms. Doch erst im Jahre 2005, also gut zwei Jahre nach dem Columbia-Unglück, wagte sich die NASA wieder an einen Shuttle-Flug. Wobei auch die "Discovery" leichte Probleme beim Start und bei der Landung hatte.
Informationen über die Columbia-Katastrophe hat
das Archiv von Nano aufbewahrt - auch weiteres dort über die Probleme bei der "Discovery". Die NASA selbst bietet natürlich eine
Memorial-Webseite an. Zuletzt sei auf
einen Artikel aus der ZEIT von 2003 hingewiesen, der damals noch hoffte, dass mit dem Columbia-Unglück keine Lähmung des Weltraumprogramms der USA einhergehen würde...