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NGC6544.de

Das Science Fiction-Blog

Willkommen in der Galaxie NGC6544. Hier schweben der Kampfstern Galactica, die Aetron, Serenity, Enterprise und andere prominente und weniger prominente Schiffe und Figuren der Science Fiction durch den Raum. Egal ob Buch, TV oder Hörspiel, hier findet jeder sein bevorzugtes Medium. News, Hintergründe und Diskussionen. Mehr ...

Die Zukunft ist “jetzt” - aber wo ist sie denn?

Ich habe das Gefühl für die Zeit verloren. Als ich noch ein Kind war, war das alles einfacher. Wir waren irgendwann in der Gegenwart und es ging mit Sicherheit in die Zukunft (=die nächsten Ferien). Aber da gab es noch die richtige Zukunft. Science Fiction zeigte uns Jungs ganz klar wie die aussehen würde: Computer, Aliens, Raumschiffe, schicke Uniformen und knappe Miniröcke.
Ich kann mich ja täuschen, aber sollte jetzt nicht diese Zukunft sein?! Mein Kalender ist da eindeutig: „The Future is now!“ Nur wer oder was hält sie auf?


Die Antwort auf diese Frage versucht das Blog "Cynx Cynical World" zu klären - im Englischen gibt es übrigens ein Buch darüber: "Where's my jetpack"?
Und wo wir gerade dabei sind: Wo ist eigentlich mein Wochenendhaus auf dem Ozean?
0 Funksprüche 21.12.2007, 01:23 Uhr | Kategorie: Allgemein

Landet der Doctor 2008 bei Pro7?

Sollte denn all das Nörgeln endlich mal geholfen haben, dass die SpaceView und ich an den Tag legten? Sollte es denn diesmal tatsächlich funktionieren? Sollte der Doctor ENDLICH in Deutschland landen?
Die Kollegen von den Serienjunkies melden jedenfalls, der Doctor würde ab Ende Januar 2008 jeweils Samstags ab 17:00 Uhr zu sehen sein. Update: Laut gut informierten Kreisen plant Pro7 tatsächlich bisher den Termin Ende Januar einzuhalten - vorsicht mit der Euphorie, weil das "bisher" nun heißen kann dass der Sender kurzfristig was verschiebt aber immerhin - OH - MY - GOD! Es gibt einen TERMIN! Bisher sprach Pro7 ja nur vage von "Sommer/Herbst/Winter/Frühjahr" oder so...
Freigabe der DVDs lag - wie man sich erinnert - generell bei 12. Sollte also kein Problem sein für eine "Familienserie". Wir werden sehen...
2 Funksprüche 20.12.2007, 17:17 Uhr | Kategorie: Allgemein

SpaceView mit Heftroman-Strecke!

Wer schon immer mal hinter die Kulissen der Produktion und der Geschichte des Heftromans blicken möchte sollte sich die neue SpaceView kaufen. Die beginnt in diesem Heft nämlich mit einer ausführlichen Reihe über Heftromane und startet dabei mit den Bestrebungen Heftromane verbieten zu lassen, bevor es dann in der nächsten Ausgabe um "Sun Koh" gehen wird.
Die Gerüchte um die Einstellung von "Sternenfaust" waren wohl etwas übertrieben - momentan nähert man sich dort immerhin dem 80. Heft. Ich hatte da schon mal reingeschaut kurz nach dem Start, war aber nicht so angetan davon. Einzelabenteuer halt und irgendwie wars für mich "Star Trek im Heftromanformat". Das scheint sich aber geändert zu haben: Susanne Picard, die Lektorin der Serie gibt einen kurzen Überblick über die Serie und erzählt anschließend was ein Lektor bei einer Romanheftserie denn eigentlich macht. Eventuell schaut ihr auch mal wieder rein in die Serie, ein neuer Zyklus startet. (Mit Heft 79? Ungewöhnlich...)
Daneben widmet sich die aktuelle Ausgabe der SpaceView auch wieder "Star Trek" und schaut hinter die Kulissen der Independent-Produktion "Of Gods and Men" und da demnächst der zweite Teil von "Aliens vs. Predator" in die Kinos kommt bietet sich ein Blick in dieses Franchise an. Und Claudia Kern präsentiert die Flopps und die Topps des letzten Jahres. (Übrigens: Ja, nein, ja, ja, ja - ja, ja, ja, ja, ich weiß nicht. Wenn ihr meine Meinung dazu hören wollt. ;-))
Gruselige Filme zu Weihnachten? Gibts. Lohnt sich das Anschauen? Eher nicht wenn ich das richtig interpretiere. Nun, jeder definiert Horror bekanntlich anders - wenn ich die ersten Dialoge von "Kevin alone at home" höre habe ich die Tendenz mich hinterm Sofa zu verstecken...
Oh - und Terry Pratchett kommt auf unsere Bildschirme! Ich wußte zwar dass es eine Realverfilmung von "Hogfather" gibt, aber irgendwie ging die an mir vorüber. Sollte ich nachholen. Die DVD gibts am dem 20.12... Hey, falls ihr noch ein Weihnachtsgeschenk für mich sucht... Hüstel...
1 Funksprüche 20.12.2007, 00:15 Uhr | Kategorie: Allgemein

Doctor-Who-Comics: Neu und alt




Zugegeben: An DEN Zeichentrick-Doctor muss ich mich gewöhnen, ich fand den von der "Infinite Quest" einen Tacken hybscher aber nun ja. Der US-Comicverlag IDW hat auf seiner Seite Vorschaubilder von den kommenden Who-Comics online gestellt. Zum Einen sind das einige Seiten der absolut niegelnagelneuen Abenteuer mit Nummer Zehn. Diese werden von Gary Russell geschrieben, der gehört zum Serien-Team.
Nachgedruckt werden auch die klassischen Doctor-Who-Comics, man beginnt mit denen des Vierten Doctors und hat auch dazu einige Vorschaubilder online gestellt. Bemerkenswert, dass ausgerechnet ein US-Comicverlag die Dinger verlegt aber wir erinnern uns vielleicht: Die alten UK-Comics erschienen bei einem Verlag, der Marvel gehörte... ;-)
0 Funksprüche 17.12.2007, 23:22 Uhr | Kategorie: Serien

Herzlichen Glückwunsch zum 90., Arthur C. Clarke!

Was sich der 90-jährige wünscht erzählt er euch selbst in seinem Youtube-Video:



Zumindest die letzten zwei Wünsche von ihm könnte man ihm durchaus erfüllen - dass ET hier mal anruft liegt leider außerhalb unseres Einflusses...
0 Funksprüche 16.12.2007, 20:11 Uhr | Kategorie: Bücher Filme

Das Video zum Sonntag: Jonathan Coulton - Podsafe Christmas Song

Es ist schon so eine Sache, wenn mal als Podcaster Musik verwenden möchte - da kann man desöfteren in Gesetzesfallen tappen. Nicht so, wenn man podsafe Songs verwendet. Wie den hier von Jonathan Coulton, den man im Podsafe-Music-Network findet... Der Song macht sich auch ein wenig über die bekannteren Podcaster lustig, aber sehr humorvoll...



Und hatten wir hier schon im Sommer ein Video zu einem Christmas-Song von Jonathan... ;-)



Oh - moment - das war das falsche Video zum richtigen Song. Wir hatten hier schon mal das:



Aber der Song so klasse, denn kann man sich auch zweimal anhören... ;-)
0 Funksprüche 16.12.2007, 19:04 Uhr | Kategorie: Allgemein

So - ich brauch das jetzt erstmal: Curse und Gentleman - Widerstand

Ich geh mich jetzt erstmal erholen, geistige Arbeit strengt auch an. Bei der guten Lanu gefunden passt dieses Video ja auch ganz gut momentan. Zudem hat Curse immerhin anspruchsvolle Texte zum Mitdenken - nicht so wie die Berliner...



Ach ja - das Video hat die Plattenfirma offiziell in ihren Channel gestellt. Es geht auch anders, aber so geht es auch. Und mir natürlich lieber. ;-)
2 Funksprüche 15.12.2007, 07:49 Uhr | Kategorie: Allgemein

Metin Tolan bei “Audio64”

Persönlich sind Herr Tolan und ich uns beim letzten DortCon begegnet und der Eindruck, den ich von seinen bisherigen Arbeiten hatte, der hat sich angenehm bestätigt: Der Mann ist witzig, intelligent und ein angenehmer Gesprächspartner. Und weiß, wovon er redet wenn er über "Die Physik in den James Bond Filmen" berichten wird. Bei Radio Darmstadt. An diesem Freitag, dem 14.12. - huch, das ist ja schon morgen, ts, ts, ts, - von 20 bis 21 Uhr in der Sendung "Area64". Wer nicht in Darmstadt wohnt, das Ganze gibts auch als Stream.
Und warum weiß der Mensch über Physik so gut Bescheid? Ganz einfach: Der hats studiert. An der Uni Kiel nämlich und ist an der Uni Dortmund tätig. Dabei verbindet er Physik mit den alltäglichen Dingen des Lebens: Fussball z.B.
Aber auch "Star Trek" und wie bereits erwähnt "James Bond" sind Dinge, die mit Physik zusammenhängen. Von daher darf man sich am Freitag richtig auf ihn freuen.
(Wenn jetzt nicht diese blöde Weihnachtsfeier bei mir wäre... Seufz... Man kann halt nicht alles haben. Und meinem "Programmiertool" traue ich nicht über den Weg seit kurzem. Aber das ist eine andere Geschichte und wird in einem anderen Blog mal erzählt werden...)
0 Funksprüche 13.12.2007, 15:11 Uhr | Kategorie: Serien

WDR-Hörspiele zum Download

Der WDR setzt seine Hörspielaktion fort. Momentan gibts vier MP3-Dateien zum legalen Herunterladen - besonders interessant für SF-Fans sind davon zwei Stück.
Zum einen wirft Tom Leukert in "2009" einen Blick in die nähere Gegenwart. Sein Thema:

Könnte unsere Gesellschaft im Jahr 2009 so weit sein, die Folter (wieder) für legitim zu erklären? Wäre es denkbar, dass sich in naher Zukunft der innere und äußere Druck auf die Mediendemokratie so weit verschärfen, dass - leider, leider - auf dieses Mittel zur Bewältigung gesellschaftlicher Konflikte zurückgegriffen werden muss? Wie könnte so etwas konkret aussehen?


Der WDR zum Autor: Tom Peuckert, geboren 1962 in Leipzig, studierte Theaterwissenschaft und lebt als Autor, Theaterregisseur und Dramaturg in Berlin. Der WDR produzierte zuletzt sein Stück "Luhmann" (2006).
Und dann haben wir ein Hörspiel, dass vielleicht nicht so ganz eng an der SF-Thematik dran ist, aber vielleicht dann doch gerade deswegen:

Überwachen und Mahnen - das ist die Strategie der Zukunft. Das Autorenduo Serotonin startet die große Korrekturoffensive nun auch in Deutschland. In einem akustischen Feldversuch wird die Überwachung von unten durchgeführt. Was wird passieren, wenn man einen pflichtbewussten deutschen Mitbürger mit den entsprechenden technischen Mitteln in den Kampf gegen antisoziales Verhalten schickt? Wie gut muss ein Überwacher sein, damit er auch ermahnen darf?


Serotonin ist das Autorenduo Marie-Luise Goerke und Matthias Pusch, schreibt der WDR. Sie schreiben und produzieren Hörspiele, Features und Hörbücher. Für den WDR u.a. "Scheitern für Fortgeschrittene" (2005), das beim "Prix Hörverlag" ausgezeichnet wurde und 2007 auf CD erschienen ist (DAV). "Überwachen und Mahnen" wurde mit einem Stipendium der Filmstiftung NRW gefördert.
Wie lange die Hörspiele noch zum Herunterladen bereitstehen weiß nur der WDR - also rasch hin, klicken und vielleicht sind die anderen zwei Angebote auch was für euch...
0 Funksprüche 13.12.2007, 15:02 Uhr | Kategorie: Audio

William Gibson liest im Rahmen der lit.Cologne!

Räumt euch schonmal den 06.03.2008 von allen Terminen frei - von wirklich allen Terminen: William Gibson kommt nämlich nach Deutschland! Im Rahmen der lit.Cologne liest er aus seinem Roman "Quellcode". Das Schauspiel Köln übernimmt die deutschen Passagen, Gibson liest natürlich in Englisch. Das wird spannend - lesen die jeweils den gleichen Text nur einmal in Englisch und einmal in Deutsch? Oder wechseln die sich ab? Dennis Scheck moderiert und ich denke, DAS ist ein Highlight, das man nicht verpassen sollte. Den Gott des Cyberpunks zu sehen und zu erleben dürfte allemal den Eintrittspreis von nur - ja, ich schreibe NUR - 10-13 Euro wert sein! William Gibson!
Und am 29.02 ist Dietmar Dath ebenfalls in Köln - ja, der hat auch SF-Romane geschrieben und ist allemal einen Besuch wert. UND Sven Regener - aber das ist schon keine SF mehr...
Ich glaub, ich muss mich hinlegen ... nachdem ich Karte bestellt habe, der Vorverkauf hat jetzt über Köln-Ticket begonnen!
0 Funksprüche 13.12.2007, 01:56 Uhr | Kategorie: Bücher

“Stahlfront” ist nicht indiziert!

Der HJB-Verlag versucht zur Zeit den Eindruck zu erwecken, dass "Stahlfront" indiziert worden sei. Dies ist nicht der Fall. Die von Hajo F. Breuer, Mitarbeiter des Verlags, angeführten Zitate der "Gedankenpolizei" belegen in keinster Weise, dass ein Antrag gestellt wurde. Es wird allerhöchstens angedeutet, dass die bestehende Möglichkeit einer Indizierung immer noch besteht, obwohl der erste Roman von einem Rechtsanwalt durchgesehen wurde. Die betreffenden Personen haben meines Wissens nach keine Indizierungsanträge gestellt. Zudem: Herr Breuer scheint Ironie selbst dann nicht zu verstehen wenn sie mit dem Holzhammer daherkommt. Was angesichts seines Verhaltens im RD-Fanforum nun nicht verwundert...
Man sollte beim Verbreiten von falschen Fakten aufpassen - der Grad zur üblen Nachrede ist da allzuleicht mal schnell überschritten. Oder der zur Schmähkritik, ich wäre da sehr, sehr vorsichtig. Oh: Mir fehlen übrigens immer noch die Beweise dafür, dass ich als "Linker" unjournalistisch und fahrlässig gearbeitet hätte, Herr Breuer. Seltsam, dass meine kritischen Ausführungen bei den oben angeführten Zitaten fehlen. Ich denke mir einfach mal mein Teil, ja?


3 Funksprüche 12.12.2007, 18:18 Uhr | Kategorie: Bücher

“Stahlfront”: Interview mit dem Autor

Ich bin mir zwar nicht bewußt, dass dieses Blog eine tendenzielle "Links"-Richtung hätte - so politisch gesehen - aber offenbar muss das ja der Fall sein. Denn schließlich betreibt dieses Blog ja - wie einige andere auch - eine kritische, aufgeschlossene und engagierte Diskussion darüber ob die SF-Reihe "Stahlfront" nun braune Tendenzen hat. Ich war - und ich glaube, dass darf ich auch sein - höchst erbost darüber dass der Begriff Gedankenpolizei im letzten HJB-Newsletter verwendet wurde und der ausdrücklich auf alle Kritiker des Projektes bezogen wird. Man sollte seine Worte besser wählen. Deswegen schreibe ich auch hier nicht, was mir jetzt durch den Kopf ging sondern verweise darauf, dass man alle beanstandeten Textstellen in der Leseprobe des Romans fand und wenn dort keine bedenklichen Tendenzen zu finden sein sollen, nun, es steht natürlich jedem frei sich den Roman zu kaufen.
Das als längeres Vorwort vorweg, das eigentlich Interessante ist natürlich ein Interview, dass jetzt auf der Homepage der SF-Seite zu finden ist. (Und was meiner Meinung der schwächste Versuch eines PR-Stunts ist der mir je untergekommen ist...) Schön. Dann gehen wir mal ans Eingemachte und hören die Meinung des Autors:

And as I’ve had to see certain leftists starting a campaign against my work by using their usual tactics of combining propaganda, sarcasm and blatant lies I prefer to answer in the only one language I really speak perfectly.


Sarkasmus? Schuldig. Mit dem Thema kann ich auch nur sarkastisch umgehen, denn würde ich es ernstnehmen würde ich deutlich andere Postings formuliert haben, die sicherlich noch mehr schmerzen als das, was ich bisher dazu gemacht habe.
Im Übrigen werde ich nicht gern der Propaganda und der Lüge bezichtigt, ich glaube der Rest der Blogs die das Ganze bisher untersucht haben auch nicht und fordere deswegen direktemang auf: Ich will Beweise. Behaupten kann ich viel. Oh, und dann hätte ich bitteschön die Leseprobe auch im englischen Original - sonst heißt ja wieder: "Ach, der Übersetzer hat geschludert." (Ich glaube zwar nicht dass es eine gibt, denn das Englisch des Autors ist - nun ja - aber schön.) Also: Ich habe meine Quellen genannt und meine Textzitate aus der Leseprobe entnommen. Jetzt seid ihr dran.

Autsch. Ich glaube das lasse ich mal so stehen:
But I know for sure that people like those portrayed in the first chapter would never speak High German – I have watched one or two talk shows with guys that were perfect models for those villains.


Es geht um die Szene mit den türkischen Jugendlichen - die natürlich nie Hochdeutsch reden würden. Nie im Leben. Nie. Garantiert. Das weiß der Autor auch mit Sicherheit, weil er nämlich solche Typen beobachtet hat. Die reden halt einfach so weil sie nicht anders können oder wie darf man das jetzt verstehen? Tja, doof, nich, wenn das Gegenargument den ganzen Verdächtigungen noch mehr Nahrung liefert. Und dann versucht er auch noch abzulenken und wirft Nebelkerzen. Nein, wir haben keine Probleme damit Deutsche als Helden zu aktzeptieren - wir haben Probleme mit der Darstellung der Nebencharaktere in dieser einen Szene. So, so der "Professor" besucht also regelmäßig Deutschland und stellt dann fest:

In German TV-shows the colors are greyish and the heroes are ugly – as long as they are Germans. Attractive heroes in German shows are of non-German origin.


Hmm - na ja. Never the same colour ist natürlich was anderes als PAL und ansonsten krümme ich mich gerade innerlich vor lachen wegen der Absurdität dieser Behauptungen...

I do not want to be forced to teach a black student only because he is black – while better qualified white students are not admitted to my classes only because of their skin-color. »Political correctness« nowadays is being held much higher than simple truths.


"Stahlfront" vermittelt also einfache Wahrheiten. Das könnte man so interpretieren wenn man sich das nochmal durchliest. Das Argument davor klingt zwar glaubwürdig, vermittelt aber dennoch die Weltsicht des Autors. Denn eine Förderung von Benachteiligten schwarze Hautfarbe bedeutet nicht, dass keine gleichwertigen Angebote für die Studenten anderer Hautfarbe existieren könnten. Aber das blendet der Autor natürlich elegant aus und beschränkt sich auf einfache Wahrheiten. Wie einfach die sind kann man ja in der Leseprobe nachlesen.
Und dann noch mit Eva Herrman kommen - ungeschickt, mein Freund, ungeschickt.

But the Thule forces are no suppressors. They accept homosexual behavior as long as it happens secretly.


Ah, hier zeigt sich der Amerikaner: Don't ask, don't tell...
Und dann entlässt man den Autor weil man nicht alle fraglichen Stellen durchgehen möchte - ach, wie bequem aber auch. Wißt ihr, Jungs, was ich glaube? Dass ihr da einen PR-Stunt fährt. Oder einen fahren wollt. Oder versucht, virales Marketing zu betreiben. Denn wenn ich mir das Englisch anschaue glaube ich zu keiner Zeit und mit keiner Silbe dass ein Professor das verfasst hat. Eher jemand, der versucht ein Englisch zu schreiben das wie das eines Professors klingt.
Und nocheinmal: Ihr bleibt mir die Beweise für "Propaganda und offenkundliche Lügen" schuldig, die wir "Linken" verbreitet haben sollen. Behaupten kann ich viel, doch allein es fehlt der Glaube... Und über die "Gedankenpolizei" bin ich immer noch wütend: Ich glaube, die Demokratie kann und muss auch sowas wie "Stahlfront" aushalten, sie hält ja schließlich auch eine Partei wie die NPD aus. Allerdings ist es ein Unterschied ob man eine Kampagne startet und den Autor bewußt diffamiert und beleidigt; oder ob man kritisch fragt, ob diese Tendenzen, die aus der Lektüre und dem Text hervorgehen eine bestimmte politische Sichtweise der Welt ausdrücken oder ob sie das nicht tun. Natürlich steht es jedem Leser frei sich sein eigenes Urteil auszumachen - ein Vorwurf, der von anderer Seite herkam - es steht mir aber auch frei Kritik zu üben. Nun, immerhin geht der Autor auf die Kritiker ein um sie dann allesamt als "Linke" abzustellen. Nun, damit habe ich kein Problem. Mein Problem ist es wenn ich als offensichtlicher Lügner und Propagandist beschimpft werde. DAS liegt schon nah der Grenze zur Schmähkritik. Die ist abmahnwürdig übrigens, aber davon wollen wir ja erstmal gar nicht anfangen...
2 Funksprüche 10.12.2007, 11:58 Uhr | Kategorie: Bücher

“Heroes” trifft “Torchwood”

Da hat die BBC eine durchaus clevere Crosspromotionaktion hingelegt: Denn vor dem Finale der erste Staffel von "Heroes" zeigte sie einen ganz besonderen Teaser für die 2. Torchwood-Staffel... "It's the guy from the future!" ;-)

0 Funksprüche 06.12.2007, 19:14 Uhr | Kategorie: Serien

Cory Doctorow bei Breitband

Die Sendung Breitband beschäftigt sich mit Themen aus dem Netz - ähnlich wie Trackback, aber mehr mit dem Fingerzeig auf die Kultur ausgerichtet. In der letzten Sendung vom 01.12. wurde "Backup" von Cory Doctorow vorgestellt. Das Dradio stellt zwar immer die gesamte Sendung zum Nachhören online, aber man kann sich auch einzelne Themenpunkte herauspicken - beim Thema Sport hätte ich das Radio nach fünf Minuten abgestellt... (Natürlich heißt das Vorstellen eines Buches beim Dradio dann nicht schlicht und einfach "Rezension" - nein, es heißt "Besprechung"!)
2 Funksprüche 03.12.2007, 23:19 Uhr | Kategorie: Audio

Willkommen auf Barnard’s Planet

Si Chai Wong, Chingmy Yau und Suzie Creed arbeiten auf Barnard's Planet für die dortige Yakuza. Auf dem von einem Zwergstern beleuchteten Planeten, Temperaturen um die 15 Grad sind dort schon sommerlich, gehen alle drei ihren speziellen Aufträgen nach.
Da wäre einmal Suzie Creed, die Androidin der Firma Dynatech mit nymphomanischer Veranlagung mit der Fähigkeit der Gestaltwandlung. Sie schlüpft in die Rolle der Polizeichefin McLish - die echte Polizeichefin ist gerade unterwegs um ein "Gespräch" mit ihrem Ex-Mann zu führen. Dabei gerät Suzie direkt in ihren ersten Ermittlungsfall: Ein Serienmörder treibt in New Providence sein Unwesen und ermordet seine Opfer ohne dass jemand etwas hört oder sieht. Vermutlich wäre die Alkoholikerin und bis ins Mark korrupte echte Polizeichefin nie in der Lage gewesen den Fall zu lösen, zumal dann nicht wenn die Internal Affairs einen Vertreter - einen Rookie dazu noch - für sie abbestellt hätten. Aber Suzie hat es schon mit schwereren Kalibern aufgenommen und voller Elan stürzt sie sich in die Arbeit...
Chingmy Yau ist eigentlich die Konzernchefin für die Yakuza - inoffiziell weiß das jeder, aber Beweise dafür zu finden ist natürlich so eine Sache. Allerdings: Als sie ihren Liebhaber umbringen soll kneift sie und überlässt den Platz ihrer Klonschwester Si Chai Wong. Die sich jetzt damit rumschlagen darf, dass für die Enkelin des Yakuza-Chefs ein Konzert anberaumt wurde - und die Enkelin soll währenddessen entführt werden.
Suzie und Si haben zuletzt mit einem Androidenjäger von Dynatech zu tun. Und mit der Tatsache, dass zwischen den Triaden ein Bandenkrieg droht, was mit aller Macht verhindert werden muss. Im Grunde aber, so finden die Beiden schnell heraus, ist die Sache durchaus komplexer als es den Anschein hat, der Androidenjäger ist da noch das geringste Problem der Beiden...

Der Wunderwaldverlag ist einer der Kleinverlage, die Literatur abseits des Mainstreams publizieren. Was auf diesen Episodenroman aus der Feder von Ottmar Alzner durchaus zutrifft - schlagfertige, starke Frauenfiguren findet man in der SF nun nicht gerade häufig. Mir fällt gerade mal eben noch "Molly" aus Gibsons Neuromancer-Trilogie ein... Hmm? "Aruula" aus Maddrax? Mit dem Schwert sehr schlagfertig, aber nicht unbedingt bei den Dialogen...
Ein Wort zum Cover: Vielleicht sollte der Verlag sich bei der Neuauflage des Romans mal überlegen eventuell das Cover nochmal - nun - etwas umzugestalten. Der Autorenname ist kaum lesbar, der Titel ist in einem sehr seltsamen Rot gehalten und man muss schon genauer hinsehen um zu bemerken, dass diese grünen Kästchen - die den Blick sofort auf die Bildmitte rücken - aus einem Gerät stammen, das eine der beiden Frauen in der Hand hat. Da sollte man nochmal drübergehen, denn der Rest des Motivs sowie die Illustrationen im Inneren sind durchaus gut gelungen. Schreckt leider den Gelegenheitskäufer ab, dieses Cover. Aber auf den Inhalt kommt es ja bekanntlich an...
Und der ist erfrischend. Erfrischend anders. Alzner hat durchaus Ideen, die einen schmunzeln lassen: Ein Lovecraft-Themenpark etwa, Krokodile in den örtlichen Parks - das zaubert schon ein Lächeln auf das Gesicht des Lesers. Dazu kommen die schlagfertigen, pointierten Dialoge, die Frauenfiguren, die vielleicht ab und an ein kleines bißchen zu tough sind aber dennoch Spaß machen - soviel Spaß wie ein Bruce Willis in den "Die Hard"-Filmen halt - und der Erzählstil von Alzner. Es gelingt ihm mit knappen Sätzen Atmosphäre zu schaffen, Witz und Ironie sind an den richtigen Stellen und bei den Actionszenen rummst es gewaltig. Und zwar so gewaltig, dass man sich bisweilen ebenfalls ein Schmunzeln nicht verkneifen kann - wir sind im Jahr 3033, da ist es durchaus erlaubt wenn ab und an so einzelne Waffen nicht so ganz realitätsnah wirken. Aber nehmen Actionfilme es denn auch immer so genau mit der Realität? Ebend. Und man fühlt sich zudem recht gut unterhalten wenn die Charaktere dann ihre Handlungen auch noch teilweise sehr sarkastisch kommentieren. Man darf natürlich dann keine tiefschürfenden philophischen Einsichten in die Charaktere erwarten - sie sind interessant genug dass man ihnen als Leser gerne folgt und immerhin spart Alzner auch durchaus nicht mit einer Prise Erotik.
Barnard's Planet bietet also eigentlich das, was ein guter Actionfilm zu bieten hat: Charaktere die einen sympathisch sind und deren Abenteuer man gerne verfolgt, Actionszenen, die unterhalten und dabei nicht unbedingt so ganz glaubwürdig sind ab und an, Dialoge, die aus den besten Buddy-Movies stammen könnten und zudem gibts eine Prise Erotik dabei. Wer sich amüsant unterhalten lassen möchte und dabei starke Frauen erleben möchte, die nicht zimperlich sind für den ist das Buch gerade richtig.
0 Funksprüche 03.12.2007, 20:24 Uhr | Kategorie: Allgemein
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Autor: Christian Spließ | Herausgeber: medienrauschen Netzwerk | Alle Rechte vorbehalten.

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