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Das Science Fiction-Blog

Willkommen im Science Fiction-Weblog NGC6544. Diese Seite hier zeigt den einzelnen Artikel “Stahlfront”: Braune SF bei HJB?, eine Übersicht über alle Artikel gibt es in unserem Archiv.

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“Stahlfront”: Braune SF bei HJB?

Der HJB-Verlag dürfte kein unbekannter Kleinverlag in der Szene sein: Schließlich ist er der Heimatverlag von Ren Dhark, die Serie die damals mit Band 98 eingestellt wurde und seitdem in Nachdrucken und neuen Hardcoverromanen ihre Käufer findet. Eine Serie, die wohl durchaus ihre Käufer findet. Ab und an versucht der HJB-Verlag es wohl auch mit neuen Serien - mal erfolgreich, mal weniger erfolgreich. "Terra 5500" von Jo Zybell gibts dort exklusiv z.B. und dann die Serie, die mir immer noch schwer im Magen liegt: "Syndic", diese Möchtegern-ZBV-Remake-Reihe von Conrad Shepherd. (Ich glaube, das ist ein alter Perry-Rhodan-Autor, aber das ist jetzt nicht so von Belang.)
"Stahlfront" nun, dass der HJB-Verlag wohl nur vertreibt, der eigentliche Verlag sitzt wohl in der Schweiz wenn ich das richtig entwirren konnte, ist

die neue SF-Military-Serie des Amerikaners Torn Chaines, der in den USA keinen Verlag für sein Werk fand.


Ich habe nichts gegen Military-SF außer dass ich sie nicht lese. Aber der zweite Satz, der stößt mir schon mal etwas merkwürdig auf. Torn Chaines? Klingt nach Brian Frost oder Jason Dark - sprich, es klingt nach einem Pseudonym. Einem schlecht erfundenem zudem. Mal schauen, was ist denn dieser Chaines eigentlich für einer, da gibts doch eine Biographie auf der Seite....

Torn Chaines, Jahrgang 1939, war lange Jahre Professor für Geschichte und deutsche Literatur an einer der renommierten Universitäten der amerikanischen »Ivy League«. Entmutigt von einem Hochschulbetrieb, der sich mehr und mehr den Diktaten der »political correctness« unterwarf, nahm er vorzeitig seinen Abschied, um in Zukunft nur noch zu schreiben.
Chaines, geschieden und kinderlos, lebt heute in einem Blockhaus im äußersten Nordosten der USA. Es liegt tief versteckt in den schier endlosen Wäldern rings um den Moosehead Lake.
Seine ehemaligen Kollegen und Feinde zeigten sich unversöhnlich und verhinderten eine Veröffentlichung seiner Werke in den USA. Und so mußte Chaines den für einen amerikanischen Autor ungewöhnlichen Weg wählen, sich einen Verleger in Europa zu suchen.


Bwahahahahahahahahahahahahahahaha... Prust... Sorry, aber wer das Ernst nimmt sollte sich vielleicht mal vergegenwärtigen dass die GOR-Romane in den USA immer noch verlegt werden, trotz der SM-Szenen und der Frauenversklavung, dass es in den USA zudem auch manche Bücher gibt, die hierzulande nicht erscheinen würden wegen der rechtsradikalen Tendenz. Ehrlich: Das nehm ich dem Verlag nicht ab. Sorry. Der Bezug auf die "Ivy League" ist übrigens alles andere als glücklich, diese "Verbindung" gibts in den USA tatsächlich, aber:

The Ivy League was specifically associated with the WASP establishment. Phrases such as "Ivy League snobbery" are ubiquitous in nonfiction and fiction writing of the twentieth century. A Louis Auchincloss character dreads "the aridity of snobbery which he knew infected the Ivy League colleges". A business writer, warning in 2001 against discriminatory hiring, presented a cautionary example of an attitude to avoid (the bracketed phrase is his): "We Ivy Leaguers [read: mostly white and Anglo] know that an Ivy League degree is a mark of the kind of person who is likely to succeed in this organization."


So die Wikipedia. Ts, ts, ts... Sehen wir mal davon ab, dass das Verhalten sich als Autor in einem Blockhaus irgendwo in den Weiten der USA zu verstecken nun irgendwie nach Terrorist-Sein riecht... Oder Hinterwäldler.
Aber schauen wir doch mal in die Leseprobe, die lange, die ich natürlich heruntergeladen und gesichert habe, wer weiß wie lange die noch online steht und man hat doch gerne was als Beleg, gelle?
Dann legen wir mal los...
Ah ja, klar, stahlblaue Augen, harter Blick, durchaus gestählter Körper - so, so. Na schön, ein Klischee, das oft im Heftroman vorkommen. Es entschuldigt aber nicht für den Schreibstil, der schon auf den ersten sechs Seiten einen derart langweilt, dass man das Teil am liebsten nicht weiterlesen möchte. Schon die ersten Sätze sind fürcherlich:

Der Krieg war kaum noch zu vermeiden. Würde es angesichts der Konfrontation einer Groß- und einer Supermacht zum weltzerstörenden atomaren Schlagabtausch kommen? Magnus Wittmann hoffte, daß dieser Kelch erneut an der auch ohne Krieg schon mehr als geplagten Menschheit vorübergehen würde.


Gähn...
Hmm, diese Kampfszene zwischen dem Wittmann und den Jugendlichen ist zwar etwas - nun - seltsam, vor allem die Szene danach, aber eventuell noch im Rahmen. Wenngleich ich auch gefühlsmäßig schon etwas seltsam berührt bin.
Ah, musste ja so kommen: Der tolle Pilot, der nicht nur im Bett seinen Mann steht sondern auch im Einsatz. Oh - my - God, sowas kann man doch nicht - doch, man kann es schreiben. Das ist ein Niveau, dass selbst "Maddrax" oder "Lassiter" unterläuft - nichts gegen die Serien natürlich, ich will damit nur ausdrücken, dass die immerhin ein Niveau HABEN - ich habe nie einen Landser-Roman gelesen, aber auf Seite 25 ahne ich, wie sich sowas lesen muss... Brrrr... Na schön, aber bisher noch nichts, was einen aufregen könnte - außer dem enervierenden Anfängerschreibstil des Autoren und ab und an fehlendem Lektorat.

Oh - moment - was ist das denn da:

»Du weißt genau, daß ich Jahrgangsbester meiner Pilotenklasse war. Ich bin nur deswegen nicht zu den Jägern übernommen worden, weil Washington beschlossen hatte, etwas fürs Image zu tun und in jenem Jahr ausschließlich Afroamerikaner für die Jäger aussuchte!« [...]


Höre ich da unterbewußt heraus, dass der Pilot des Flugzeugs was gegen Schwarze hat? Was im nächsten Absatz dann auch mit dem Wort "Rassist" angesprochen wird - was man natürlich sagen muss wenn man sowas schreibt, aber hey, das ist der HELD der der Geschichte - denke ich mir mal. Dann lese ich vermehrt das Wort "Schlitzaugen" für die Chinesen. Höchst bedenklich.
Dann wendet sich die Handlung wieder nach Berlin, nachdem ich seitenweise Military-Porn über mich ergehen lassen musste - deswegen hasse ich Military-SF und jetzt haben wir einen netten Dialog zwischen Magnus und seinem Vorgesetzen Mulisch. Magnus wurde gerade eine Frau mit "Migrationshintergrund" vorgesetzt:

»Sie ist nicht nur eine Frau, sondern auch eine Türkin!«


Ähm, wie bitte? Frauenfeindlich und rassistisch eingestellt? Das geht ganz eindeutig in eine Richtung, die mehr als nur hellbraun zu deuten ist. Eher ein wenig brauner. Und es kommt noch härter:

Sehen wir den Dingen ins Auge: Leute wie ich gelten nicht mehr viel in diesem Land. Und ich will verdammt sein, wenn ich gegen meine Überzeugung zur Ihrem oder gar Demirels Glauben konvertiere, nur um meine Karriere anzuschieben.


Hier wird bewußt gezündelt - nämlich mit all dem Argument, dass die Rechten auch immer bringen: "Die Ausländer nehmen uns aufrechten Deutschen ja die Arbeitsplätze weg." Ob einer von denen sich auch nur entferntesten für einen Müllarbeiterjob hergeben würde? Ist zu bezweifeln...
Miliary-Porn-Handlung mit eingreifenden Deutschen - gähn.
Rückblick nach Berlin und jetzt kommen Sätze die eindeutig beweisen wessen Geistes Kind der Autor ist:

Es blieb ihm nichts anderes übrig, als Aysche Demirel zu ertragen. Von ihr begeistert sein mußte er nicht. Sobald er nur an sie dachte, hatte er ihre riesige Nase vor
Augen. Ein Grinsen stahl sich auf sein Gesicht. Es war kein Wunder, daß Dinge wie Schleier und Burka in dem Kulturkreis erfunden worden waren, dem Demirel entstammte.


Wir erinnern uns wie die Nazis die Juden karikierten? Ja? Erinnern wir uns auch an deren "lange Nasen"? Oder in diesem Fall "riesige Nasen"? Das ist keine Formulierung, die hier mal eben dem Autor durchrutschte, nicht nach den Passagen die hier zitiert worden sind - das ist eindeutig.

Die letzten Modelle dieses Typs waren 1943 gebaut worden, aber das änderte nichts an ihrer Gefährlichkeit. Die Waffe war noch echte deutsche Wertarbeit, ihre Patronen vom Kaliber neun Millimeter konnten einen Mann heute noch ebenso töten wie vor 65 Jahren.


Echte - deutsche - Wertarbeit - ist das also - noch. Ich glaube den Kommentar kann ich mir schenken, die Frage stellt sich offenbar von selbst. Nicht? Na schön: Wenn das noch deutsche Wertarbeit aus den Zeiten des zweiten Weltkriegs und noch früher ist, dann kann ja das, was heute hergestellt wird das nicht mehr sein, oder? So impliziert das der Autor jedenfalls mit dem kleinen Wörtchen "noch".

Wittmann allerdings wurde nachdenklich. Er hatte Baumbach schließlich kennengelernt. Der Mann war kein Spinner und schon gar kein Schriftsteller gewesen.


Oh nein, er hat sich in der Szene davor einfach nur als Nazianhänger geoutet - so ein Mann kann ja kein Spinner sein, nein, beileibe nicht...
Oh dear - die Thule-Geschichte. Mit Deutschen, die in Uniformen stecken, die nicht nur dezent an den zweiten Weltkrieg denken lassen. Oh dear dann auch dazu:

Wir brauchen jeden Nordmann, den wir bekommen können! Sie wurden ausgewählt, McBain, weil Sie die richtigen Gene haben!«


Nordmann? Gene? Mir wird schlecht...
Et voila:

Äußerlich war Magnus kühl und gelassen, doch innerlich fluchte er voller Verzweiflung. Scheiß-Emanzipation! Ein Mann sollte niemals dazu gezwungen werden, eine Frau zu töten.
Frauen hatten in kämpfenden Einheiten nichts verloren!


Jetzt ist mir noch ein wenig schlechter - sehen wir mal von den schlecht geschriebenen Action-Szenen ab. Würg.
Und es kommt natürlich wie es kommen muss, Wittmann als Einzelkämpfer gegen einen hochüberlegenen Gegner. Na raten wir mal dezent wer da gewinnt...

Auch wenn wir nicht mehr in Deutschland leben, sind wir Deutsche durch und durch, und wir reden deutsch. Also vergessen Sie das Yankee-Kauderwelsch.


Ahja.

Geyer sah ihn lange und eindringlich an. Er winkte eine Ordonnanz herbei und ließ eine neue Runde Kaffee bringen, bevor er endlich fortfuhr: »Wir hatten Sie schon lange im Visier, Wittmann. Die Thule-Truppen brauchen Männer wie Sie für den Kampf um die Erde. Daß Ihr Freund Behrens nun auch an Bord hat, halte ich für etwas unglücklich.« Zum erstenmal schaute er Manfred offen und direkt in die Augen. »Leute wie Sie mögen wir in Thule nicht besonders – wenn Sie verstehen, was ich meine!«
»Oh, ich verstehe sehr gut!« Behrens’ Stimme klang leise und trotzdem schrill. »Sie haben etwas gegen Schwule. Sie befürchten, ›jemand wie ich‹ könnte ein bißchen zu viel Schwung in ihren Männergesangsverein bringen!«
»Ja, mit viel bösem Willen könnte man es so ausdrücken.«


Mir ist noch übler als vorhin...

Manfred Behrens machte ein spöttisch-skeptisches Gesicht.
»Sie wollen mir allen Ernstes erzählen, daß mitten unter uns eine Armee außerirdischer Zombies wandelt, und keiner hätte was bemerkt?«
»Die AIn-Lakaien sind keine Untoten. Gefallen Sie sich eigentlich sehr darin, Ihre deutsche Muttersprache so zu verunstalten, Behrens? Oder sind Sie Amerikaner und haben nur 'nen deutschen Namen angenommen? Reden Sie deutsch, Mann!«
»Warum sollte ich? Nur weil Sie die moderne Sprache der Gegenwart uncool finden?«
»Ich finde Ihr Kauderwelsch keineswegs unkalt, nichtkalt oder warm, wie immer auch man es übersetzen mag. Ich finde einfach nur dämlich!«


Wie kann man - man kann. Hallo Gesellschaft zur Rettung der Deutschen Sprache? Ich glaube, DEN würdet ihr mit Freudne aufnehmen, ihr Klapprechner-Erfinder, gelle?

OH - MY - GOD - jetzt reichts. Ich bin auf Seite 125 der langen Leseprobe und weigere mich auch nur einen Satz von diesem Gefasel weiterzulesen:

Der Generalmajor lächelte, sein Blick war fast milde. »Und wenn es so wäre, Herr Behrens? Aber ich kann Sie beruhigen.
In früheren Zeiten hätte man sicher von Ariern gesprochen, aber wissenschaftlich betrachtet handelt es sich eben um Menschen indogermanischer Herkunft. Diese spezielle Erbinformation, die uns – Sie auch, Behrens, obwohl man es kaum glauben möchte – vor einer Versklavung durch die AIn schützt, findet man vor allem bei den blonden Völkern Nordwesteuropas. Skandinavier, Engländer, Iren, Holländer, Deutsche, Nordfranzosen und Norditaliener – sie alle haben dieses schützende Gen. Aber eben nicht nur sie. Es gibt durchaus auch schwarzhaarige Indogermanen. Mein Kampfsporttrainer Ali Azimi beispielsweise ist Perser.«


Das Perfide an diesen Passagen ist ja: Sie bewegen sich noch im Rahmen unserer Gesetze. Da ist nichts, was die Behörden als wirklich ernstzunehmenden Rassismus einstufen würden vor allem, weil der Autor auch noch geschickt den Eindruck erweckt, in Wirklichkeit sei das ja alles gar nicht so und gegen Rassismus ist der deutsche Protagonist ja auch und überhaupt sei das ja alles nicht so schlimm. Doch. Es ist schlimm. Hier wird bewußt - ja, bewußt, denn die Textbeispiele belegen es eindeutig - mit Formulierungen und Themen gearbeitet, die recht nahe an dem stehen, was man Rechts kennt: Höherstufung der "Indogermanen", die immun sind gegen die Beeinflussung von Außerirdischen Intelligenzen, Haß auf die Emanzipation und deren Auswirkungen, "lange Nasen", die durch Burkas verdeckt werden müssen damit der Held sich nicht ekelt und ein Ressentiment gegen Schwule, dass mich einfach nur kopfschüttelnd dastehen lässt. Das alles findet man bei den Rechten genau so oder noch schlimmer wieder - und deswegen ist das, was der HJB-Verlag da vertreibt - nicht verlegt, dafür scheint der Stoff dann doch noch zu heiß zu sein - in meinen Augen und wie ich anhand der Textstellen auch nachweisen konnte eine Schande. Eine Schande für die SF-Literatur an sich, eine Schande für den Verlag der solches druckt und eine Beleidigung für das Genre der Military-SF. Und es ist eine Schande für die gute, elegant geschriebene SF-Literatur obendrein. Wenn ich einen Vorschlag für die Papiergestaltung machen darf: Tiefbraun finde ich sehr passend...
Geschrieben von: Thomas Gigold
19.11.2007, 18:54 Uhr | Kategorie: Allgemein
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Funksprüche zu diesem Eintrag

  1. Vollste Zustimmung!
    Ich habe mich auch durch den Langteaser gequält ... und werde davon auch nichts weiter lesen.

    Verharmlosung von Waffen-SS und Nazi-Ideologien;
    Ablehnung (bzw Verunglimpfung) von Medien, Politik, Integration, geschickt getarnt durch Verschwörungs- und Unterwanderungstheorien;
    Garnierung mit pseudotechnischem Glitzer unter "indogermanischem" Erfindergeist;
    ...
    und ein bereits jetzt ziemlich durchsichtiger Aufbau der Gesamtkonzeption.

    Vermutliche Zielgruppe: Die im realen Leben zu kurz Gekommenen, die Looser, die eine "rechte" Erklärung für alles suchen, was sie nicht in die Reihe kriegen.

    In meinen Augen: MÜLL!
    Ich werde den hjb-Newsletter abbestellen
    wepe am 08.12.2007 um 00:34 | #
  2. Jetzt bin ich doch geradewegs mal auf die Seite des HJB-Verlages gegangen, habe mir die Leseprobe runtergeladen und bin jetzt total erschlagen. Ist dieser Quark tatsächlich ernst gemeint? Der durchtrainierte Protagonist, ehemals Bundeswehr, jetzt Verfassungsschutz, wird gleich am Anfang von einer Clique klischeehaft radebrechender Deutschtürken überfallen und zeigt ihnen erstmal, wo der Hammer hängt, in dem er einem sein Messer in sein Geschlechtsteil stößt. Als ich dann bei den US-Piloten Mike McBain (kerniger Name) und der geradezu liebevollen Schilderung militärischer Hardware ankam, dachte ich wirklich, das ganze wäre eine Parodie. Und dann die ständigen Angriffe auf die vermeintliche political Correctness unserer Gegenwart!!! Spätestens, als dann noch J.R. Ewing zitiert wurde, war ich mir sicher, das Tom Chains irgendein arbeitsloser deutscher Ex-Bundeswehr-Gefreiter (Offiziere halte ich doch für etwas intelligenter) ist, der sich nach "guten alten Zeiten" zurücksehnt. Ganz furchtbar, gibt wirklich jemand über 12 Euro dafür aus? Wolf am 08.12.2007 um 10:33 | #
  3. Tja, was ich hier gelesen habe hat mich erst recht dazu gebracht, mir dieses Buch zu kaufen. lordkoks am 15.12.2007 um 23:44 | #
  4. Lordkoks: Sei dir unbenommen - aber die lange Leseprobe entspricht dem Textinhalt des Romans... Jeder nach seinem Geschmack. Christian Spliess (Info) am 18.12.2007 um 00:13 | #
  5. na dann solltest du mal einen landser lesen!!!!damit du weißt von was du sprichst!!!!! peter parker am 25.12.2007 um 12:42 | #
  6. Ein SF-Buch schlägt Wellen über die Sciencefiction-Szene hinaus: Stahlfront1
    von Torn Chaines - Die Macht aus dem Eis.
    Z.B. berichtete Radio-Utopie (Berlin-Kreuzberg)in
    http://www.radio-utopie.de/archiv/
    index.php?themenID=1358
    über das Buch.
    Michael Fritzsche am 28.12.2007 um 18:59 | #
  7. Parker: Hmm, ich habe "Mein Kampf" gelesen. Ich glaube ich weiß ziemlich gut wovon ich spreche...
    Ad Astra
    Christian Spliess (Info) am 29.12.2007 um 07:12 | #
  8. Abgesehen von den ersten "Funksprüchen", wo dieser Einheitsbrei, was darf man denken, sich wieder wichtig machte, möchte ich zustimmen, daß die Leseprobe gerade Appetit auf mehr machte. Wems nicht gefällt, soll weiterhin Bush´s Geklopfe mittrommeln, sich aber nicht als (V)erzieher betätigen. Fein das Teil! Wulf Sörensen am 20.01.2008 um 19:38 | #
  9. Appetit auf mehr??? Da will ich lieber gar nicht wissen, was sonst zum Lesestoff gehört, vermutlich die BILD-Zeitung.

    In den unsterblichen Worten von Mr.T:
    I pity the fool...
    Wolf am 20.01.2008 um 19:56 | #
  10. Ich glaube was Wulf damit meinte, war die kurze (geschnittene) Leseprobe. Diese hat mir als Buchbeilage letztens auch sehr zugesagt. Bei der Langversion musste ich dann viele Stellen (mit explosiven/kritischen Inhalt bzw. Andeutungen) überlesen oder innerlich ersetzen. Aber um dieses Buch bzw. diese Geschichte genau, unvoreingenommen (wie die Schweiz ^^) und fachlich zu diskutieren bzw. die genaue Deutung der Geschichte verständlich zu machen, könnte ich eine ganze Talkshow füllen. Diese Zeit habe ich zu so später Stunde auch leider nicht mehr.
    Abschließend würde ich euch mal empfehlen die Interviews auf der Hauptseite der Stahlfront Buchreihe zu lesen, die erklären warum das Buch nur so mit heikelen Stoff gefüllt ist. Zitat vom Autor:"Die Kritiker müssten mir dankbei sein, dass ich Ihnen endlich wieder etwas zum kritisieren und diskutieren liefere." Ach und seht nicht alles immer so einseitig an. Alles ist wie eine Karte oder Münze zweiseitig. Und jede Seite ist niemals gleich bzw. hat die gleiche Bedeutung die Ihr seht oder sehen wollt :o)
    Charlie am 22.01.2008 um 02:36 | #
  11. @ charly: Du sprichst mir aus der Seele!
    @ wolf: siehste, ich zitiere , wenn nötig deutsch und da sind in dieser Zeit solche Büchlein ein gutes Weihnachtsgeschenk. Und...keine Sorge, Bildzeitung mag ich ebensowenig wie PDS-Gazetten!
    An dem Werk ist einzig und allein schade, daß es solch kleine Bilder zeigt. Vielleicht gibt´s mal Rißzeichnungen a lá "Perry Rhodan", das wär dann für mich ein weiterer Grund zur Freude und Du als Berufsopportunist wirst auch nicht arbeitslos!
    wulf sörensen am 22.01.2008 um 18:08 | #
  12. Tolles Buch , kann es nur jedem empfehlen . Die teilweise überzogenen Kritiken spiegeln das allg. deutschfeindliche Verhalten der rückratslosen Gesellschaft wider, wie man es nur allzu gut jeden Tag von den Medien serviert kriegt !
    Pflichtkauf dieses Buch !
    Chick am 15.02.2008 um 10:42 | #
  13. Habe mir die Leseprobe angetan, auch wenn ich nach dem ersten Kapitel keine Lust mehr auf dieses braune Gewäsch hatte. Junge, junge, da bekommt die Welt aber wieder mal einen guten Eindruck von Deutschland. Der Autor ist entweder nach der 5. Klasse aus der Schule abgegangen oder einer der Neonazis hat sich als "Autor" versucht - wahrscheinlich sogar beides (grins). Wirklich zum Lachen fand ich, dass die US-Piloten die gleichen Nazi-Sprüche drauf hatten, wie der "Held" und das die Sprüche der "dunkelhäutigen" in Berlin aus Erkan und Stefan hätten stammen können. Fazit: Ansehen, Kopfschütteln, Löschen!!!! Kaufen werde ich mir das Buch auf keinen Fall, obwohl ich es vor der Leseprobe aus Neugierde vielleicht gemacht hätte, da ich auf Military-SF stehe und auch zur Zeitgeschichte neige. Aber das sind leider nur braune Vorurteile in einer andeen Verpackung. Schade, schade. Joker am 24.02.2008 um 21:01 | #
  14. An den Schreiber dieser Rezi:
    Es beruhigt mich ungemein das es Leute gibt die sich von diesem braunen Geschreibstel nicht an der Nase herumführen lassen und es erkennen als das was es ist!

    Hut ab!

    Grüße

    Caro
    Carol am 03.03.2008 um 21:38 | #
  15. nun bleibt mal alle schön ruhig.
    wenn ein ami das in amiland geschrieben hätte, und amerika über den grünen klee gelobt hätte, also wie toll und schön amreika is, und wie toll und schön es is ein amerikaner zu sein, dann hätte keiner etwas dagegen.
    macht das ein deutscher, dann ist er ein rassist und ewig gestrig denkender.
    das kanns ja nicht sein.
    das buch selber liest sich gut. und der titel des 2. "versenkt die HINDENBURG" erinnert an den tatsachen roman "versenkt die BISMARCK".
    und nur weil ich das buch lese, heißt das nicht, das ich rechts bin.
    menschenfeind am 19.08.2008 um 15:21 | #
  16. Ich kann recht gut Werk vom Künstler trennen und kann auch durchaus Bücher von Rassisten und reaktionären Spinnern genießen. H.P. Lovecraft wäre ein ganz gutes Beispiel. "Grauen in Red Hook" ist eine meiner persönlichen Lieblingsstories von ihm, trotz des überzogenen Rassismus. Celine, Mishima, Borges... Reaktionäre können durchaus auch große Schriftsteller sein.

    Aber, tut mir leid, "Stahlfront" ist einfach nur hirnvebrannter, langweiliger Schrott. Dagegen ist Wolfgang Hohlbein Weltliteratur. Wer für "Stahlfront" Geld ausgibt hätte es auch gleich die Toilette herunterspülen können. Das ist Gossengeschreibsel für Hauptschüler. Wem es gefällt - hach, nun ja. Geschmäcker sind nun einmal verschieden, und manche Leute haben nicht mal einen.
    Mein Tipp: Einfach Nazi-UFO Videos auf YouTube angucken, ist billiger. Haha.
    Tim am 24.08.2008 um 22:05 | #
  17. ist es nicht schön mit anzusehen,das alle Pol-Cor Indoktrinierten aua Schreien ?
    Endlich mal ein SF,der die tägliche Warheit ( Inländerfeindlichkeit )in diesem Land anspricht.
    Der Erfolg zeigt , das eine ganze Menge Menschen in diesem Land noch nicht Gehirngewaschen sind,und sich über die Pointen befehlgemäß entrüsten.
    Ja,Sefton Delmers Vorgaben wirken nicht bei jedem.
    Werner am 26.09.2008 um 12:56 | #
  18. Hier sieht man wieder wie die Gehirnwäsche der heutigen Zeit funktioniert; alles ist " braun" was nich so denkt wie die "Linken"; was soll das, laßt doch jeden seine Träume leben; Keiner von Euch hat damals gelebt, und doch wollt Ihr urteilen. Freie Meinunghsäußerung nur nach LINKS ? Vielleicht will man nur mal abschalten, in der heutigen, stressigen Zeit. Mein Empfehlung, geht mal arbeiten, dann reden wir weiter!!! Ripper69 am 27.10.2008 um 21:11 | #
  19. Die Rechnung vom HJB-Verlag scheint ja aufzugehen, es gibt offenbar mehr braune Spinner in der SF-Szene, als man gemeinhin glaubt. Bezeichnend, daß von diesem rechtsradikalem Pack Andersdenkende als "gehirngewaschen" und "arbeitslos" beschimpft werden. Es ist deutlich sichtbar, daß hier geistig Unterprivilegierte versuchen, ihre selbstverschuldeten gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mankos durch böse linke äußere Einflüsse hervorgerufen zu deklarieren. Bedauerlich, daß so etwas im SF-Bereich geduldet wird. a3kHH am 04.11.2008 um 07:32 | #
  20. Nun bekommt euch mal alle wieder ein.
    Ich bin ganz sicher nicht rechts veranlagt.
    Ganz im Gegenteil, denn ich wurde von solchen Pseudodeutschen in Springerstiefeln und Bomberjacken auch schon zusammen getreten, bloß weil ich mich eingemischt habe als zwei solcher harten rechten Weiber eine Freundin die dazu noch körperlich behindert ist angegriffen haben. Ende vom Lied war das dann 4 solcher "SUPER DEUTSCHEN"
    mich schon am Boden liegend zusammen getreten haben.
    Nun lese ich diese Romane von Stahlfront aber auch und finde Sie durchaus Unterhaltsam, auch wenn ich sonst weder Military noch sonst irgendwelchen Si-Fi lese.
    Und ich kann da nun nix verwerfliches dran finden.
    Es ist und bleibt einfach Science Fiction.
    Ob man es nun Unterhaltsam findet oder nicht muss jeder selber für sich aus machen.
    Aber hier zu unterstellen das es sich dabei um rechtes bzw. braunes Kulturgut handelt ist doch sehr übertrieben.
    Genauso wie es Schwachsinn ist wenn gewisse rechte Kreise sich durch diese Bücher bestätigt fühlen.
    Denn daran sieht man nur wieder wie geistig dünn diese Art unserer Mitmenschen ist.
    Denn wenn man die Bücher durch hat ist da gut rauslesbar das sich das fiktive Reich Tuhle von den Ansichten des Dritten Reiches distanziert.
    Aber wie schon gesagt es ist einfach ein Science Fiction Roman und als nichts anderes sollte man es sehen. Weder vom rechten noch vom linken Ufer.
    Bücherwurm am 06.11.2008 um 21:40 | #
  21. Hybsches Argument: Ist halt nur SF. Genau. "Mein Kampf" ist auch nur ein Buch. Genau. Distanzieren tun die sich. Genau. Die dulden ja sogar einen Schwulen an Bord. Toll.

    Dass die "Genossen" in schwarzen Uniformen rumrennen, Frauen an den Herd gehören, Chicas nur zum Vögeln gut sind - aber gottbewahre, Kinder möchte man mit lateinamerikanischen Frauen nun so gar nicht haben und ansonsten nur die hehren Völker immun sind, die irgendwie so was arisches an sich haben - genau, die haben sich doch DIS-TAN-ZIERT. Die wollen nur spielen. Genau. Alles lieb, harmlos und die Klagedandrohung ist bestimmt auch nur ganz spielerisch gemeint gewesen, genau.

    Aber ist ja nur SF, was solls also. Die NPD ist ja auch nur eine Partei. Was solls also. Kann man mit leben. Muss man aber nicht.
    (Sarkasmus und Ironie sind im Posting übrigens en masse vorhanden. Nicht, dass wieder komische Sätze als Lobhudeleien irgendwo auftauchen, kennt man ja.)
    Christian Spließ am 21.11.2008 um 19:41 | #
  22. Großes Kino!
    Ich kann ja nur hoffen, dass Ripper69, Werner und die anderen Leute, die hier für Meinungsfreiheit und gegen Political Correctness argumentieren, sich im Klaren darüber sind, dass die offensichtliche Zielgruppe der "Stahlfront"-Bücher auch ihnen, hätte sie die Möglichkeit, wenig bis keine Meinungsfreiheit überlassen würde...
    Aber das nur am Rande. Es geht ja um ein bestimmtes Buch, und darüber bilden sich Leute eine Meinung und schreiben sie auf. Die Leute, die die Meinungen lesen, bekommen so eine Idee, ob das Buch was für sie sein könnte oder nicht.
    Also, da Stahlfront 1 ja online steht, habe ich es in zwei Sitzungen durchgelesen. War ja auch nicht schwer bei 180+ großzügig bedruckten TB-Seiten. Und meine Meinung ist, das Buch ist

    SCHROTT!!!

    Nicht unbedingt wegen der politischen Ausrichtung. Ich lese immer noch gern Terry Goodkinds "Sword of Truth"-Reihe, und Goodkind erörtert ja auch philosophische Fragen, die eher der rechten Seite des politischen Spektrums zuzuordnen sind.
    Aber bei Goodkind (zum Beispiel) entwickeln sich Charaktere! Bei "Torn Chaines"? Fehlanzeige! Die Gestalten sind Stereotypen ohne jeden Tiefgang. Sollte jemand dazu die entsprechenden Literaturangaben wünschen, liefere ich die gern nach.
    (Das gilt natürlich auch für die Gestalt des Magnus Wittmann. Die ist mir einen kleinen Exkurs wert: "Der Große Wittmann" - natürlich überhaupt keine Anspielung auf den SS-Panzerkommandanten Michael Wittmann, oder, Herr "Chaines"? Oder Adolf Jäckel: Kommandeur deutscher Luftwaffeneinheiten im 2. WK, jedenfalls laut Internet...)
    Soviel zum Exkurs. Ich sollte noch Argumente liefern, warum das Buch meiner Meinung nach Schrott ist, von den ganzen Klischee-und-Phrasen-Dreschmaschinen-Passagen, die hier dankenswerter Weise zu Genüge behandelt wurden, mal abgesehen. Stahlfront wird als Military SF angepriesen. Dann erwarte ich, dass der Autor sich auch in militärischen Belangen auskennt.
    Tut er das?
    S. 85: McBain wird als "First Lieutenant" angesprochen. Die Anrede für einen First Lieutenant, Second Lieutenant oder (bei der Navy) Lieutenant bzw. Lieutenant junior grade ist aber immer "Lieutenant".
    S. 117: Wittmann spricht Geyer als "General" an, Geyer protestiert, "Generalmajor" wäre korrekt. Wenn Geyer und die anderen Thule-Leute schon so viel über Wittmanns Bundeswehrkarriere wissen, müssten sie auch wissen, dass die korrekte Anrede bei der Bundeswehr für Generäle "General" ist - auch für Brigadegeneräle usw. - und nebenbei gesagt für Admiräle "Admiral" und für Marine-Stabsoffiziere "Kapitän". Aber Geyer reitet nicht darauf herum, dass das, was Wittmann gelernt hat, eben falsche Bundeswehr-Doktrin sei. Warum nur? Weil der Autor nicht weiß, wie's beim Bund läuft?
    S. 71f.: Baumbachs Tagebucheintrag über "Leutnant Hilgers". Wenn "Kamerad" Hilgers ebenfalls Waffen-SS-Mitglied war, was die HIAG-Mitgliedschaft ja andeutet, warum wird er als "Leutnant" bezeichnet? Diesen Dienstgrad gab es in der SS nicht, Herr "Chaines".
    S. 139: In diesem Zusammenhang ist es interessant, dass aus "Generalmajor" Geyer plötzlich ein "Brigadeführer" wird. Was ein Dienstgrad in der Allgemeinen SS war, bei der Waffen-SS hießen diese Offiziere Generalmajore. Wissen wir eigentlich, was wir wollen, Herr "Chaines"?
    S. 110: "großkalibrige Hochgeschwindigkeitsgeschoß vom Kaliber .50" - herrlich! Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen, diesen Pleonasmus! "großkalibrig" "vom Kaliber .50" - fast so gut wie der "weiße Schimmel"! Aber ich schweife ab. Kaliber .50, mithin ein halber Zoll, wird in der Fußnote ja als Kaliber 12,7 Millimeter erklärt. Was weiß der geneigte Militär-Interessierte über Kaliber 12,7 mm? Genau: Es ist ein amerikanisches Kaliber, v.a. das für die schweren Maschinengewehre. Das vergleichbare deutsche Kaliber im 2. WK war 13 mm, wurde aber praktisch nur bei Flugzeugbewaffnung verwendet. Aber die Thule-Leute, die sonst Messerschmitt-Flugzeuge mit Junkers-Düsentriebwerken bauen, wählen mit einem Mal das amerikanische Kaliber. Merkwürdig, merkwürdig.
    S. 118: Die Aussage, der Begriff "Radar" stamme von den "Yankees", ist richtig. Aber das Radar sei von Deutschen erfunden worden? Also bitte, Herr "Chaines": Wie erklären Sie dann die Niederlage der deutschen Luftwaffe in der Schlacht um England? Haben da die englischen Radar-Entwicklungen etwa gar keine Rolle gespielt? Oder fand da ein Wissenstransfer vom späteren Kriegsgegner Drittes Reich in Richtung Vereinigtes Königreich statt, von dem nur Sie etwas wissen?
    Abgesehen von den Schwachstellen bei den militärischen Sachverhalten gibt es noch weitere herrliche Stilblüten. Unter anderem behauptet "Torn Chaines" ja im Interview, die deutsche Sprache sehr gut zu beherrschen. Das bezieht sich wohl nicht durchgängig auf die Rechtschreibung, speziell Groß- und Kleinschreibung (vgl. S. 186, "Ältere"). Aber davon abgesehen zweifle ich, ob je ein vertrauenswürdiger Lektor oder Agent das Machwerk vor Drucklegung mal in die Finger bekommen hat: S. 72ff.: Baumbach hat nicht mitbekommen, dass im Januar ein neues Jahr anfängt. Für den armen Ex-Kriegsgefangenen folgt auf den Dezember 1955 der Januar 1955... Und das gleich an zwei verschiedenen Textstellen... Und ewig grüßt das Murmeltier?
    Zusammenfassend möchte ich erwähnen, dass ich mich beim Lesen von Stahlfront so fühlte, als hätte ich es mit einer Realsatire zu tun. War aber wohl leider nicht der Fall: Dazu hatte das Buch zu viel von einer Propagandaschrift, oder besser gesagt einer Fibel, die Leute auf eine bestimmte Gedankenwelt trimmen soll. Ist jedenfalls meine Meinung.
    münze am 06.03.2009 um 17:45 | #
  23. Im zarten Alter von ca. 10 – 11 Jahren fing ich mit „Nick der Weltraufahrer“ an Science Fiktion zu schmökern.
    Mit 14 Jahren las ich den 1. Perry Rhodan, es war Band 1. Seither las und lese ich alles was mir von diesem Genre unter die Augen kommt.
    Von diversen SF-Foren, wurde ich auch auf „Stahlfront“ aufmerksam gemacht. Nun ich dachte mir: “Wenn diese Bücher so eine Kritik ernten, muss du die unbedingt mal lesen“.
    Mit fortschreitendem Genuss des 1. Buches wechselten meine Gefühle über Staunen bis hin zur Hochachtung vor einen Autor, der es sich getraut so zu Schreiben. Je weiter ich las, desto mehr musste ich schmunzeln und desto breiter wurde das Grinsen in meinem Gesicht.
    Jetzt verstand ich auch den schon fast kollektiv- hysterischen, wie von einer tödlichen Verwundung herrührenden Aufschrei einer gewissen Spezies in fast allen Foren und ich erkannte, dass „Er“ beim Schreiben dasselbe schmunzeln im Gesicht hat wie ich beim Lesen, wobei ich mir sehr gut vorstellen kann, dass „Er“ keinesfalls ein „NAZI“ ist, sondern uns nur mal so richtig schön den Spiegel vorhält.
    Ich kann mir aber sehr gut vorstellen stünde anstelle „Thule und Neuschwabenland“ der Begriff „Newamistates“, „Usraelstats“ oder „Future Empire“, wäre die ganze Welt in allen Internetforen noch heil.
    Warum denn dieses Geschrei? Ist doch erstens SF und zweitens ist dort im Gegensatz zur restlichen alles in Ordnung.
    Natürlich habe ich mir alle weiter Bücher des Autors gekauft und dies nicht bereut. Soviel Lesevergnügen Pur hat man sonst ehr selten. Lediglich wundert es mich etwas woher er dieses enorme Wissen kommt, wie es bei uns auf Straßen, bei Ämtern, in der Politik und bei den Behörden wirklich zugeht. Da kann ich nur sagen: „stimmt, hochachtung“!
    Gerade SF- Fans dürften sich aber nicht aufregen. Heist es doch "Science Fiktion". Da werden oftmals ganze Planeten, Sonnensysteme, ja Galaxien und Universen vernichtet. Diktaturen und abgemetzelte Intelligenzwesen sind an der Tagesordnung.
    Meine persönliche Meinung ist aber diese: “Diese Menschheit als Rasse wird erst den Sprung zu den Sternen schaffen, wenn es auf unserer Erde keinen Hass, keine Gier und keinen Neid, sondern nur noch ein friedliches miteinander gibt". Das Gleiche triff sicherlich auch auf andere Wesen zu, die den Sprung zu den Sternen schaffen.
    Alfred
    Alfred Sacher am 07.04.2009 um 15:46 | #
  24. Herr Sacher,
    ich habe den ersten Stahlfront_Band gelesen und kann dazu nur sagen:
    MEIN NEUNJÄHRIGER SOHN KANN SCHON BESSER SCHREIBEN ALS DIESER WITZ VON EINEM "PROFESSOR".
    Schriftstellerisches Unvermögen wird auch durch provokativen Inhalt keinen Deut besser.
    Mir ist es egal, ob das Buch links, rechts, oben, unten, vorne oder hinten ist. Müll bleibt trotzdem Müll. Wer nicht schreiben kann, der sollte es lassen oder sich einen guten Ghostwriter besorgen.
    Falls es, wie der Verlag behauptet, tatsächlich eine Übersetzung ist - was ich aber nicht glaube - dann sollte der Verlag den Übersetzer sofort entlassen.
    Hans-Jürgen Brandt am 12.04.2009 um 22:40 | #
  25. Herr Brandt,
    sicherlich kann man über den Stil des Schriftstellers, sowie über den eigenen Geschmack streiten. Für mich jedoch steht die Geschichte an erster Stelle. Nun ja, es steht schon außer Frage, dass so mancher Autor "gewöhnugsbedürftig schreibt",die Bücher vom "PROFESSOR" gefallen mir und allen meinen Bekannten in den Vereinen jedoch sehr gut.
    Ihr kleiner Sohn scheint ja ein richtiges Genie zu sein, ich hoffe dass sie ihm eine gute Bildung ermöglichen, damit ich noch in den Genuss seiner Bücher kommen kann.
    Alfred Sacher am 18.04.2009 um 20:10 | #
  26. Ein Blick auf die Homepage dieser Buchreihe reicht eigentlich um die rechtsextremen Inhalte dieses Machwerks zu erkennen.
    Der Schreibstil ist unterirdisch schlecht und erinnert durchaus an echte Naziliteratur, da konnten nämlich, nachdem die damaligen "Gutmenschen" die guten Autoren verjagt/umgebracht hatten, auch solche Schwachmaten sich als Literaten fühlen.
    Auch als MilitärSF ist der Kram nicht zu führen, da der Autor von Militär und Waffentechnik keine Ahnung hat. Der Text bedient lediglich die frustrierten Stammtischkämpfer, die sich, genau wie ihre "Ahnen" nach dem 1. WK, eine Dolchstoßlegende zusammen spinnen. Da ist alles beisammen was den Nazi so politisch umtreibt, darum funktioniert der Text auch so wunderbar. Endlich kann der geneigte Leser alle seine Traumata aufarbeiten, die seine knuddelige Heimat bedrohen: Linke, Liberale, PC, Demokratie, Emanzipation, Ausländer und vor allem der drohende Wirtschaftliche Abstieg (unbedingt lesen: http://www.stahlfront.de/blog/die-linken-wissen-ja-immer-alles-besser.html ; das ist wirklich der irrste Schwachsinn der zur aktuellen Wirtschaftskrise geschrieben wurde!!)
    Zudem ist über den Autor nichts konkretes herauszubringen, ich persönlich vermute, daß die ganze Sache ein Versuch der organisierten Rechtsradikalen ist, neue Propagandamittel zu nutzen.
    Hoffen wir, daß die noch über gebliebenen Nazis auch bald nach Neuschwabenland ziehen, mit Außerirdischen um den Marianengraben kämpfen und sich ansonsten unsichtbar machen, dann hat der Rest der Welt vielleicht endlich Ruhe vor ihnen.
    Ein gutes hat der Scheiß aber doch, es wird einmal klar wie viele Nazidummbeutel immer noch unterwegs sind.
    Jew in Space am 19.04.2009 um 00:32 | #
  27. So zum Autor habe ich jetzt auch was gefunden:

    http://www.blutschwerter.de/f31-literatur/t31345-stahlfront-ja-gibts-denn-sowas-seite4.html

    "Ja, leider. Es ist Perry Rhodan-Autor H.G. Ewers. Ein Freund von mir ist Journalist beim ORF, die haben für einen Fernsehbeitrag über den Verlag recherchiert. An der Authentizität der Informationen kann es keinen Zweifel geben, die haben unter anderem mit einem ehemaligen Verlagsmitarbeiter gesprochen, dem diese rechten Umtriebe zuwider sind, der hat jede Menge Material für uns geliefert. Die planen allen Ernstes noch so eine Fascho-Serie mit dem Titel „Schwarze Sonne“ (Ein bekanntes Nazi-Symbol!). Die soll unter einem islamischen (!) Pseudonym erscheinen, wird aber in Wirklichkeit von dem bekannten Rechtsextremisten Jan van Helsing geschrieben. Aber allein schon das mit dem Ewers hat mich echt umgehauen. Ich war immer begeisterter Rhodan-Leser, aber jetzt überlege ich ernsthaft, auszusteigen. Es gab ja immer Gerüchte über die politische Orientierung der Rhodan-Autoren, aber das hätte ich nie von ihm gedacht.

    Ich arbeite für die Universität Wien an einer Diplomarbeit über SF und Rechtsextremismus, die diese und andere neurechte Mythen beleuchtet. Leider gibt es mittlerweile eine ganze Menge derartiger Publikationen. Ich wollte ursprünglich nicht vorzeitig mit diesen Informationen an die Öffentlichkeit gehen, aber da in nächster Zeit ohnehin durch Medienberichte alles ans Licht kommt, kommt es aufsselbe raus.
    Was mich ja vor allem zurückgehalten hat, war dass das ja indirekt Werbung für die ist. Aber wir kaufen diese Schriften ohnehin nicht, und die haben so oder so ihre rechten Leser. Das rassistische, homophobe Publikum ist nicht klein in Österreich und Deutschland. Aber: Wer schweigt, stimmt zu.
    Und man kann durchaus etwas dagegen tun: durch meine Beschwerde bei dem Forenbetreiber wurde bereits deren „Thule-Reichsforum“ geschlossen, wo sich zahlreiche Rechtsextreme getummelt haben.

    Das Schlimmste in meinen Augen ist die Sprachlosigkeit der Linken gegenüber der neuen Rechten."
    Jew in Space am 19.04.2009 um 02:06 | #
  28. Laut einem Beitrag bei forum.sf-fan.de sind die ersten drei Stahlfront-Romane von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien indiziert worden.

    Dass es sich bei dem Autor um Horst Gehrmann (alias H.G. Ewers) handeln soll, bezweifle ich. Den ersten Stahlfront-Band habe ich unter Schmerzen gelesen, und das ist nicht sein Stil - den ich nach der Lektüre von gut 300 PR/Atlan-Heften aus seiner Feder zu kennen glaube.

    Zudem ist der heutige Buddhist Gehrmann als ehemaliger Physiklehrer aus der DDR rechter Umtriebe nicht allzu verdächtig.
    Heiko Langhans am 02.05.2009 um 16:17 | #
  29. Ja wirklich übel ist nur wie manche Leute hier Gift und Galle versprühen und sich gegenseitig beweihräuchern, das Buch ist Fiktion und nicht die Realität also wo ist das Problem??? Richie am 04.06.2009 um 12:04 | #
  30. Ist schon mal jemanden aufgefallen daß der erste Teil (indiziert oder nicht) im AMAZON derzeit nur noch gebraucht um 150 Eur gehandelt wird? Und für den zweiten Teil will der Verkäufer stolze 120 Eur haben, auch nicht schlecht.
    Jedenfalls wird diese Sache mit der inneren hohlen Erde und Neuschwabenland immer interessanter, mal sehen was sich daraus noch alles entwickeln wird.
    Herbert G. am 07.06.2009 um 13:30 | #
  31. @ Jew in Space

    Egal ob wir Chaines mögen oder nicht, seine Analyse der Wirtschaftskrise ist vollkommen zutreffend und wird von denjenigen ranghohen und hochintelligenten Ökonomen geteilt, die sich noch nicht als Sprüchelieferanten für Staatsinterventionen prostituiert haben.

    Fannie Mae und Freddy Mac wurden dazu mißbraucht, nicht kreditwürdigen Kreisen Kredite zu verschaffen. Das ist glasklar erwiesen. Es wurde auch fahrlässig in Kauf genommen, dass die meisten Schuldner die Kredite nie würden zurückzahlen können. Das hat aber keinen interessiert, da man was "Gutes" tun wollte: Leuten ein Eigenheim zu verschaffen (eindeutig Linkspolitik !). Scheißegal war es, ob die das Geld zurückzahlen können oder nicht. Das Ende vom Lied: die schwer arbeitende steuerzahlende Bevölkerung bleibt auf den Schulden sitzen. Pfui !

    Staatliche Interventionen und der Wohlfahrtsstaat waren also die Ursache für die Finanzkrise - und nicht die angebliche Gier von Unternehmern oder Bankern, wie es von der Linkspresse gerne verbreitet wird. Die Gier war allenfalls sekundär. Als Folge eines falschen Währungssystem.

    Chaines kennt offenbar die Österreichische Schule der Nationalökonomie. Die Ökonomen dieser Schule haben die Krise im Gegensatz zu fast allen Ökonomen (vor allem Keynesianern) vorhergesehen. Das sollte uns zu denken geben.

    Mach Dich mal schlau über die Namen Ludwig von Mises, F.A. von Hayek, Roland Baader, Hans Sennholz, Murray Rothbard, Jörg Guido Hülsmann, Peter Schiff und mach Dir klar, was fiat money, fractional reserve banking, staatliches Geldmonopol und Geldmengenerweiterung und Zentralbanken bedeuten.
    Lese auch www.mises.org und www.mises.de.

    Wenn Du Dir die Argumente der Österreischischen Schule der Nationalökonomie nüchtern durchdenkst, wirst Du erkennen, dass Chaines recht hat was die Wirtschaftskrise betrifft. Chaines nicht zu mögen, berechtigt Dich nicht, seine Thesen zur Wirtschaftskrise lächerlich zu machen (widerlegen konntest Du Sie ja nicht...).

    Viele Grüße
    SirRodvard am 12.03.2010 um 22:59 | #
  32. @SirRodvard

    Tja, man kann eben auch mit der Wahrheit lügen. Allerdings nur, wenn man ideologisch verzerrt argumentiert und die Hintergründe unterbeleuchtet lässt.

    Fangen wir mal mit dem "Mißbrauch" von Fannie und Freddie an; Zitat wikipedia: "Fannie Mae was established in 1938 [4] as a mechanism to make mortgages more available to low-income families." Bei dieser Gründungsgeschichte kann ja eigentlich nur von "Gebrauch" die Rede sein, oder?
    Weiter geht's dann unter anderem mit dem Community Reinvestment Act von 1977, der sich gegen das redlining richtete, d.h. man wollte der gängigen Bankpraxis, in bestimmten Gebieten nur Einzahlungen anzunehmen, nicht aber Kredite zu vergeben, einen Riegel vorschieben. Mit anderen Worten zog die Regierung Banken hier in die Pflicht, die Kreditwürdigkeit jedes einzelnen Antragsstellers nach bestimmten festen Maßstäben auch tatsächlich erst einmal zu prüfen. Mittlerweile müssen Krankenversicherungen auch noch Kranke versichern, Banken können bald nicht mehr einfach so die Zinsen auf bereits lange über Kreditkarten geliehenes Geld bis auf über 30% hochsetzen, etc.pp. Da kommen einem wirklich die Tränen, wenn man sieht, was vom freien Markt unter dem Joch dieser Kommunisten noch übrigbleibt.
    1999 gab es dann Druck von Clinton UND Banken im mortgage-Geschäft die Standards für die Kreditvergabe für Niedrig- und Mittelverdienende zu senken. Aber ordentlich in Fahrt kam die Chose erst mit der Deregulierung des subprime-Sektors 2004 durch Bush. Letzteren kann man natürlich insofern als Linkspolitiker bezeichnen, als dass er ganz eindeutig von dem Gedanken besessen war, den kapitalistischen Karren so tief wie möglich in den Kladderadatsch zu fahren.

    Ich bezweifle, dass man im Rahmen des amerikanischen 2-Parteien-Systems überhaupt von einer Linkspolitik reden kann (selbiges gilt natürlich auch für Deutschland). Und linke Presse ist mir auch nicht geläufig; mir ist nur kapitalistische Politik/Presse bekannt. Dabei sagen die einen, dass sie diese betreiben, während die anderen von einem Mittelweg faseln, der den Parasiten ein menschliches Gesicht verpassen soll. Das eigene Haus ist jedenfalls erst einmal der "american dream", also Teil eines eher konservativen Konzeptgeflechts.
    Im Mieterland Deutschland dagegen erklärte Göring: "Der Hauseigentümer, der unbarmherzig und skrupellos arme Volksgenossen um Nichtigkeiten willen obdachlos macht, hat den Schutz des Staates in diesem Treiben verwirkt." Natürlich wurde im 12-jährigen Reich auch nicht gepfändet, keiner durfte gefeuert werden, Steuererhöhungen gab's nur für die ganz Reichen, usw. ... ach, und dann waren da natürlich auch noch die Millionen, die man ermordet und ausgeraubt hat, um deren Wertsachen und Besitz als Almosen unter die Arier zu streuen.
    Da haben die teabagger wohl recht, wenn sie Obama mit Hitlerbärtchen portraitieren. Dieser nationale Sozialismus rentiert sich für Otto Normalweißbrot einfach nicht, wenn Rassismus und Raubmord als Optionen weitgehend wegfallen.
    Und hier setzt unser Kettensprenger ein mit seinen Anspielungen auf "Minderheiten" und "Benachteiligte", und du, SirRodvard, stellst dich, und die österreichische Schule gleich mit, hinter ihn. Was sich hinter "Minderheiten" und "Benachteiligten" verbirgt, ist dir dabei natürlich klar, aber wiederholt werden diese Begriffe, im Original ironisch-verspielt in Anführungsstriche gesetzt, bei dir nicht. Wen meint er hier nur? Wahrscheinlich den "white trash", diese zahnlosen Hillbillies im trailer home, die moonshine destilieren, auf dem Waschbrett Negermusik imitieren, während sie Nutztiere und Verwandte verschiedenen Grades schwängern.

    Anders als du glaube ich jedenfalls nicht, dass "Chaines" die Österreichische Schule der Nationalökonomie kennt. Aber etwas anderes kennt er sehr gut, nämlich die Gelegenheit, eine der vielen Krisen des Kapitalismus, der zwischen Neoliberalismus und Sozialdemokratie (Stichwort: "inneres Exil") nie Neues zu produzieren weiss, irgendwelchen Untermenschen in die Schuhe zu schieben.

    Abstrakte Ökonomie kann man durchaus auf dem theoretischen Reißbrett betreiben. Aber diese Ergebnisse kann man dann nicht einfach einer Welt überstülpen, deren Eigentumsstrukturen in Jahrhunderten von Imperialismus und Ungleichheit gewachsen sind. Die Industrienationen haben ihre Position weder dem freien Markt zu verdanken, noch befreien sie den Markt nun, da die Hegemonie der 1. Welt gefestigt ist. Das beste Beispiel: China; das Erfolgsrezept: Protektionismus, Freibeuterei, "Lone Wolf" und immer das Gegenteil von dem machen, was der Westen empfiehlt. Das braucht weder Demokratie noch gute Ratschläge und flutscht doch. Das ist natürlich auch der Grund, warum Ayn Rand sich heute noch ganz ordentlich liest; ihre Vision des freien Marktes ohne Rassismus, Religion oder Grenzen kommt einer Revolution gleich, die kaum etwas mit der Welt von heute zu tun hat und am wenigsten mit den Vorstellungen derer, die ständig vom freien Markt lallen.

    Und dann behauptest du noch die Gier wäre "höchstens sekundär". Aber "was ist schon das Ausrauben einer Bank gegen die Gründung einer solchen"? Dieser Satz von Brecht ist auch als Beschreibung der Institutionalisierung von Gier im Profitgedanken zu lesen. Hier schwimmt kein Onkel Dagobert mehr im Talertresor und masturbiert überm Guthaben. Stattdessen bewegt sich grundsätzlich nichts mehr ohne (Aussicht auf) Gewinnspanne. Konstanz ist Verlust, virtuell schlägt reell, alles muss in Bewegung bleiben, damit keiner merkt, dass es nicht voran geht.

    Zusammenfassend also: Chaines' "Analyse" der Wirtschaftskrise ist vollkommen unzulänglich, um nicht zu sagen, nicht vorhanden. Ein rassistischer Schimpanse mit Schreibmachine könnte Krisen jeglicher Art ebenso eloquent mit Anspielungen auf Dunkelhäutige, Einwanderer, Weltjudentum oder braunem Verbaldurchfall dieser Art "erklären". Sich über diese gequirlte Scheiße lächerlich zu machen, würde ich allerdings auch nicht empfehlen. Zu unheimlich ist die Art und Weise, mit der Begrifflichkeiten hier deformiert und mißbraucht werden; seit wann ist es fahrlässig, wenn Schuldner Kredite nie zurückzahlen können? Das ist der Grundstein der amerikanischen Wirtschaft. Warum sonst verschickten US-Banken wahllos Kreditkarten mit der Post? Seit wann ist ein Eigenheim, Privatbesitz also, links? Möglich ist so etwas nur in einer Welt, in der die Masse von der Bedeutung grundlegender politischer Konzepte keinen blassen Schimmer hat; in der Obama für eine allgemeine Krankenversicherung sowohl als Hitler, als Stalin und als Marx beschimpft wird. Du, SirRodvard, der du ja offensichtlich von deinem Recht auf Bildung Gebrauch gemacht hast, deckst hier von oben herab Rassismus mit kapitalistischer Theorie, aber das war wohl der Sinn der Übung, oder?

    mfg
    TabulaRasa
    TabulaRasa am 24.06.2010 um 12:16 | #
  33. löl erst mal stahlfront kaufen gehen so eine unrecherite scheiße glaub ich grad mal so viel wie bild am sonntag Imp0815 am 14.07.2010 um 02:06 | #
  34. Man, wenn ich die ganzen vom Staat ferngesteuerten Menschen so lese tut mir Deutschland nur noch leid. Da freuen sich Bundesbürger über Zensur und würden am liebsten anderen Bürgern ihr recht auf Meinungsfreiheit nehmen nur weil sie anders denken wie sie. Da zieht man über Jahn van Helsing her obwohl die meisten die am grösten schreien nie ein Buch von im gelesen haben oder ihn kennen aber sie wissen ja alles. Hölrich ist nicht braun eingestellt er schreibt nur die Wahrheit. Er ist sehr Spirituel.
    Für mich sind die Stahlfrontbücher einfach nur kurzweilige gute Unterhaltung und wenn ich fertig bin kann ich fertig und es ist vorbei. Anscheinend können manche nicht Unterscheiden zwischen SF und Wirklicher Geschichte!!

    MFG
    Weder rechts noch links
    Weder rechts noch links! am 29.07.2010 um 22:09 | #

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Autor: Christian Spließ | Herausgeber: medienrauschen Netzwerk | Alle Rechte vorbehalten.

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