Etwas aus dem All rast auf Nord Amerika zu. Bevor überhaupt jemand realisiert was es sein könnte ist das Objekt schon in der Nähe der kanadischen Grenze eingeschlagen. Aus Angst vor Terrorismus wird Homeland Security aktiv und von den Kanadiern zur Unterstützung angefordert. Was allerdings bei den Aufräumarbeiten zu Tage tritt könnte die Welt verändern. Denn offenbar scheint die Sojus-ähnliche Kapsel direkt vom Mars zu kommen - mitsamt ihrem Piloten...
PIONEER ONE: New Episodes Teaser from Pioneer One on Vimeo.
Wer sich den Trailer angesehen hat wird schon bemerkt haben, dass
Pioneer One keine Hollywood-Produktion ist. Wenngleich der Vorspann wirklich an Hollywood-Vorbilder heranreicht sind Austattung und Schauspieler doch eher in der Region B anzusiedeln. Was bei Pioneer One aber so gewollt ist, denn die Serie ist eine Independent-Produktion. Und der Pilot hat immerhin beim einflussreichen New York Television Festival in der Kategorie "Best Drama Pilot" gewonnen. Was ja doch immerhin etwas aussagt. Indessen bleibt man nach den ersten Minuten dann doch als Zuschauer bei der Stange, denn die Idee ist ungewöhnlich: Was wäre, wenn in den Zeiten des Kalten Kriegs die Sowjets darangegangen wären den Mars zu besiedeln? Und stimmt das überhaupt oder steckt was ganz anderes hinter dem Crash? Gute Frage, aber die Antwort darauf muss man erstmal noch abwarten. Denn die Serie läuft momentan. Nicht im TV. Sondern bei Bittorrent. Ganz legal zum Runterladen.
Was die erste bemerkenswerte Sache bei dieser SF-Serie wäre. Die zweite: Die bisherigen produzierten Folgen sind durch die Spenden von Zuschauern zustande gekommen. Crowdfunding nennt sich sowas auf neudeutsch. Trotz der billigen Kulissen und der B-Garde-Schauspieler sind die Fans der Serie bereit den Machern das Kapital zu geben um weitere Folgen zu sehen - und auch das Finale der ersten Staffel. Wobei schon angedeutet ist, dass die Story an sich auf vier Staffeln konzipiert ist. Was sehr, sehr mutig ist, schließlich kann man die Serie nach jeder Folge bereits "abgesetzt" sein wenn die Mittel nicht erreicht sind. Andererseits: Es könnte durchaus auch funktionieren. Mutig ist es auf jeden Fall nicht auf ein bekanntes Universum zu setzen, sondern seinen eigenen Ideen nachzugehen. Und sicherlich ist man als Zuschauer an Hochglanz-Ausstattungen und Top-Schauspieler gewöhnt - dennoch kann Pioneer One durchaus auch ein Modell für die Zukunft sein. Ich werde mir auf alle Fälle die nächsten Folgen anschauen und ich hoffe, dass es den Machern gelingt das Finale zu erreichen. Momentan sieht das gar nicht so schlecht aus...