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Hyperdrive - UK in Space

Na? Würdet ihr nicht diesem netten, freundlichem Commander euer Schiff anvertrauen? Würdet ihr doch bestimmt, vor allem weil der Brite ist, oder? Also - ich würde mir das noch etwas überlegen wenn ich an eurer Stelle wäre. Wirklich. Bestimmt.
Der Mann, den ihr da so vertrauenserweckend lächeln seht, ist Commander Michael Henderson. Sein Schiff ist die HMS Camden Lock. To protect Britain's interests in a changing galaxy lautet deren Missionsbeschreibung im Jahr Jahr 2151. Abgesehen vom First Officer York, einem waffenverliebtem Psychopathen, Diplomatic Officer Teal, die nicht gerade sehr diplomatisch aber in Henderson sowas von verknallt ist, Navigator Vine, der von Panikattacken geplagt wird, Technical Officer Jeffers, der York nicht ausstehen kann und es mit Anweisungen nicht unbedingt so genau nimmt und Sandstorm, der technisch veränderten und aufgerüsteten Studentin, die leider so gar nichts mehr von ihrem vorherigem Bewußtsein hat seitdem sie die Camden Lock steuert und lenkt, abgesehen von all dem ist es eine recht normale Crew. Moment. Das war gerade die Crew...
Hyperdrive ist eine typisch britische SF-Comedy-Serie. Natürlich mit dem Humor der Insel versehen. Und aufsehenerregenden CGI-Effekten - also, die Camden Lock sieht schon gigantisch gut aus wobei das auch die Innenaufnahmen im Raumschiff selbst mit einschließt, die anderen Raumschiffe sind auch ein Augenzucker, dafür dreht man den Rest der Szenen halt im Studio - okay, das sieht dann auch offensichtlich wie Studioaufnahmen aus. Immerhin kommt momentan ein Haufen von guter SF von der Insel und neben dem ernsthaften Doctor Who ist Hyperdrive ein nettes Schmankerl. Mit "Red Dwarf" sollte man die Serie nach nur einer Staffel mit 6 Folgen nicht unbedingt vergleichen, aber wer "Red Dwarf" mag wird mit Sicherheit auch bei "Hyperdrive" das ein oder andere Grinsen auf seinem Gesicht finden. Vor allem: Die Idee, ein Schiff nur mit vollem Körperseinsatz zu steuern indem man vor einer Reihe von farbigen Gittern steht - das hat definitiv was. So wie halt das aufgeklebte "H" für "Hologram" bei "Red Dwarf". ;-)
Nick Frost, den Darsteller des Henderson, sah man bekanntlich zuletzt in "Shaun of the Dead". Davor war er als "Mike" in "Spaced" zu bewundern, seine erste Filmrolle überhaupt und jetzt bereitet er sich auf den Dreh der zweiten Staffel von "Hyperdrive" sowie auf den Film "Hot Fuzz" vor, letzterer geschrieben von ihm und Simon Pegg ist wohl eine Action- und Cop-Film-Homage. Wenn die den Humor von "Shaun" in das Genre übertragen, nun, ich bin der Erste, der Karten für die Premiere haben dürfte. Nick ist das bekannteste Gesicht an Bord der Camden Lock sein. Erwähnenswert noch Dan Antopolski, der Comedian spielt Jefferson, natürlich Kevin Aldin als Waffenpsychopath York und Miranda Hart als Diplomatic Officer Teal. Gut, der Space-Marshall-Darsteller ist auch nett. Dass der auch bei Doctor Who mitgespielt hat - im Finale der ersten Staffel - macht ihn mir einiges sympathischer. Die Kollegen von Medienrauschen haben übrigens einige Folgen auf der Cologne Conference zu Gesicht bekommen und waren wohl sehr angetan.
Geschrieben von: Christian Spliess
21.05.2006, 21:42 Uhr | Kategorie: Allgemein
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