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Gor-Neuauflage geplant

Der Basilisk-Verlag in Kooperation mit dem Atlantis-Verlag plant eine komplette Neuauflage der Gor-Romane von John Norman.

Die Bücher erscheinen als großformatige Paperback-Ausgabe erstmals ungekürzt, die Erstauflage ist limitiert und numeriert auf 500 Exemplare. Neben den ursprünglich bei Heyne erschienenen ersten 25 Romanen - die zum Teil stark bearbeitet waren - werden auch der bisher nur auf Englisch vorliegende Band 26 sowie der gerade fertig gestellte Band 27 auf Deutsch erscheinen.


Komplett? Und ungekürzt? Das wird eine spannende Sache, denn warum die bei Heyne stark gekürzt waren erfährt man in der Wikipedia aus dem oben verlinktem Artikel zum Autor:

Da in den Büchern immer wieder Unterwerfung mit sexuellen Motiven beschrieben wurde, hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Schriften wiederholt Bände aus dem Zyklus auf den Index gesetzt. In den deutschen Ausgaben der Bände wurde bereits vom Heyne-Verlag ca. 45 % des ursprünglichen Textes gekürzt, darunter alle härteren Passagen. Eine authentische Darstellung des goreanischen Verständnisses von D/s in deutscher Sprache gibt es bis heute nicht. Trotzdem wurden auch diese "entschärften" Werke häufig kurz nach der Veröffentlichung indiziert.


Tja, Oliver, also das mit der Wiedervorlage kommt dann ja vielleicht auch ungefähr so hin. Ich meine, bis man den aktuellen Stand erreicht hat stimmt das Jahr dann wohl auch wirklich.
Geschrieben von: Christian Spliess
22.02.2007, 02:44 Uhr | Kategorie: Bücher
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Funksprüche zu diesem Eintrag

  1. Eine Indizierung der unzensierten Gor-Bände wäre im Prinzip eigenartig.
    Sades Bücher, in denen das Recht des Stärkeren und sexuelle Morde en masse, philosophisch gerechtfertigt werden, wurden ja auch nie indiziert.
    Warum sollte man Normans wesentlich harmlosere Philosophie über die evolutionär entstande Form menschlicher Sexualität indizieren wollen? Bei Sade geht es um das Glücks des Egoisten auf Kosten anderer, bei Norman um das Glück aller durch die naturgemäße Gesellschaft. Es wäre schon bezeichnend, wenn man Propagierung von schrankenlosem Egoismus und Lustmorden erlaubt, aber Gor verbieten will ...
    Die entsprechenden Passagen wurden ja alle in den Heyne-Ausgaben wegzensiert, so daß die gekürzten Gor-Bände ihres philosophischen Anspruchs beraubt wurden.
    Andre am 08.04.2007 um 22:37 | #

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Autor: Christian Spließ | Herausgeber: medienrauschen Netzwerk | Alle Rechte vorbehalten.

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