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Gedanken über “Torchwood”

Es ist glaube ich noch etwas zu früh ein definitives Urteil über "Torchwood" zu fällen. Mir scheint, die Drehbuchautoren brauchen noch eine oder zwei Folgen bis sie wissen wohin sie mit der Serie dezidiert wollen und mit den Figuren und Konflikten warm geworden sind. Nicht, dass man mich falsch versteht: "Torchwood" ist gute SF-Unterhaltung. Das auf jeden Fall. Und ich mag auch die Art und Weise wie die Serie optisch umgesetzt wird: Aufnahmen von Cardiff aus der Luft, mal tags, mal nachts - muss schon ein hübsches Städtchen sein ;-) - dann die dunklere und düstere Atmosphäre als beim Doctor und Captain Jack als Fixpunkt des Teams der Filiale von Torchwood in Cardiff - ja, das alles ist sehr gut in Szene gesetzt, ein schöner Score dazu und man sieht, dass die BBC da richtig Geld investiert hat.
Allerdings hat die Serie noch etliche Schwachpunkte. Zum Einen sehe ich die Gefahr, dass die Serie den Erwartungen die man von Doctor Who an sie hatte nicht gerecht wird. Schon jetzt wird ja in diversen Foren beklagt, dass man eigentlich mehr erwartet hat als nur eine "Monster of the Week"-Serie. Nach zwei Folgen finde ich das auch etwas ungerecht, aber natürlich ist das möglich. Allerdings glaube ich dass Russell T. Davis doch noch mehr in Petto hat als nur seltsame Aliens, die aus dem Rift in Cardiff auf die Erde kommen. Und ja, natürlich kann man das Konzept auch spöttisch als "Buffy" mit "Angel"-Elementen mit SF-Rahmen bezeichnen - schlussendlich ist der Rift auch nichts anderes als der Höllenschlund und die Dämonen sind halt hier die Aliens. Doch da sollte man RTD nicht unterschätzen, er hat in zwei Staffeln Who gezeigt, dass man sehr wohl "Monster der Woche" als auch komplexe Charaktere sowie eine Hintergrundgeschichte haben kann. Diese, so ist zu vermuten, wird sich wohl an Jack orientieren - schließlich wissen wir immer noch nicht, wie der auf die Erde der Gegenwart kam und vor allem klingt dieses "im 21. Jahrhundert wird sich alles ändern, die Menschheit muss vorbereitet werden"-Pathos aus dem Vorspann ja danach als ob noch etwas Größeres käme. Das muss man abwarten.
Der andere Schwachpunkt den ich noch sehe: Momentan ist das Team einem noch nicht so richtig ans Herz gewachen und hoffentlich entwickeln sich die anderen Mitglieder des Teams noch etwas. Wenn die aus reinen Stereotypen - geekischer Wissenschaftler, Computerexperte im Anzug etc. pp. - zu richtig guten Charakteren werden, dann könnte die Serie durchaus das Niveau der ersten Who-Staffel erreichen. Aber warten wir es ab. Immerhin sind die Dialoge ja recht spritzig und teilweise schön ironisch geraten, John Barrowman als Jack Harkness ist wirklich toll und hey, in der zweiten Folge gehts um ein sexwütiges Alien. Also Captain Jacks Spezialgebiet. *g*
Geschrieben von: Christian Spliess
26.10.2006, 01:39 Uhr | Kategorie: Allgemein
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Funksprüche zu diesem Eintrag

  1. Also ich muss sagen dass die verschiedenen Charaktaere sich nach 4 Folgen langsam entwickeln. Ianto hatte 'seine' Folge, ebenso wie Owen. Nur die Computermaus (wie heisst sie? Tosh glaube ich)bleibt im Moment noch etwas grau. Ich freue mich jedenfalls auf die naechste Folge am Montag und schaue mir vielleicht heute nochmal die Wiederholung auf BBC2(oder1 *gruebel*) an. rod. am 08.11.2006 um 11:02 | #

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Autor: Christian Spließ | Herausgeber: medienrauschen Netzwerk | Alle Rechte vorbehalten.

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