Fandom-Observer sucht Fanzine-Redakteur
Angedeutet hatte es sich schon in etlichen Ausgaben, aber jetzt mit dem aktuellen Observer 211 zieht Kurt Denkena sich vom Posten des Fanzineredakteurs des Fandom Observers vollends zurück. Die "Klatschzeitung" des Fandoms, wie manche sie liebevoll nennen, wird hoffentlich nicht lange nach einem Nachfolger suchen müssen.
Allerdings ist dieser Posten nun einer, der eine besondere Art Mensch braucht: Jemanden, der unbeirrt seinen Kurs geht, teils angefochten, teils akzeptiert, jemand, der seine Meinung sagt auch wenn es manchmal nicht besonders nachvollziehbar ist - doch objektive Kriterien sind bei einer Rezension sowieso verkehrt, da Rezensionen immer subjektiv ist und was dem Einen gefällt, das missfällt eben dem Anderen.
Wer die letzten Einleitungen für diese Sparte des FOs las wird bemerkt haben, dass Denkena häufig beklagte, dass viel zu wenig Printfanzines zum Observer geschickt würden. Neugründungen von Print-Fanzines momentan sind rar, weil Papier zwar geduldig, mitunter aber auch teuer ist. Allerdings hat die Kostengünstigkeit des Internets auch nicht gerade zu neuen Fanzines geführt, doch seien wir ehrlich: Aktuelle Informationen oder auch Hintergrundberichte finden sich eben schneller im Netz als anderswo. Gedruckte Fanzines führen zumindest im SF-Bereich ein Nischendasein. Ob es anderen Genres ähnlich geht wäre eine interessante Frage - und damit verbunden natürlich mal wieder die Frage nach der Vergreisung des Fandoms an sich, Fußball-Fanzinemacher sind ebend nicht unbedingt von Nachwuchssorgen bedroht...
Seis wie's sei und wie es ist: Fanzineredakteur beim FO zu sein ist nicht unbedingt ein Job für Leute, die nicht vehement ihre eigene Meinung vertreten können. Schauen wir mal wer der Nachfolger von Denkena werden wird, einfach wird die Lücke jedenfalls wohl kaum auszufüllen sein...