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Es ist das Herzblut, Dummchen

Wenn man für einen Verein ein Blog aufsetzt sollte man sich vorher klarwerden was man will und dann müssen dafür auch die Leute eingesetzt werden, die begeistert vom Medium sind. Ich finde es höchst dumm und tollpatschig wenn ich vereinsinterne Auseinandersetzungen oder deren Echos im Blog des Vereins selbst finde. Das interessiert mich als normaler Besucher des Blogs nun erstens überhaupt nicht, zweitens ist das schlechte Presse. Sehr schlechte Presse. Denn offenbar scheint der Verein ja nun doch nicht so toll zu sein als dass ich da unbedingt eintreten müsste – wenn die schon öffentlich sich so verhalten, was passiert dann wohl intern?
Beispiel gefällig? Und dafür werde ich bestimmt wieder angegiftet werden aber mit Verlaub, der Verein macht es halt nicht besonders gut, das wird man ja wohl noch sagen dürfen: Das Blog des SFCDs.

Als ich hier über das Blog darüber berichtete, wurde ich belehrt man hätte ja PR gar nicht so nötig, weil Google ja bekanntlich alles finden würde. (Dass das von einem Nicht-SFCDler kam muss ich allerdings einräumen, aber lange Zeit war das auch nicht so ganz klar.) Dazu kann ich nur schreiben: Stimmt so nicht. Google hat generell ein Problem bei gewissen Dingen. Würde ich nach Kaffe-Charlys Flash-Dateien - nicht den Textbeschreibungen, den eigentlichen Dateien - suchen würde ich sie nicht finden. Wenn ich eine Datei mit einem Passwort versehe taucht die bei Google auch nicht auf. Das ist etwas, was man im ersten Semester des Studiums der Informationswissenschaft lernt, das kann man aber auch nachschlagen gehen. Google mag mächtig sein, aber so mächtig ist es auch nicht.

Nun ist jedes Blog so individuell wie der Blogger selbst oder der Verein der bloggen lässt. Der SFCD könnte ein bißchen regelmäßiger bloggen, ist aber wohl nur eine kleine Mannschaft. Und dann las ich folgendes:

»AndroSF« ist Fakt. Da kann sich querlegen wer mag. Erbsenzähler und Korinthenkacker aller Welt mögen sich mokieren, daß das ja keine SFCD-Buchreihe sei, weil der SFCD nichts damit zu tun habe. Richtig. Oder auch nicht. Immerhin sind die Macher SFCD-Mitglieder – und sie wissen, warum sie die Reihe für den SFCD machen. [...] Der für die Ablehnung Hauptverantwortliche hockt immer noch im Vorstand und macht Sachen, die anderen Leuten den Tod bringen – oder ähnliche Lebenssituationen -, und der mit der Idee hat seine Ruhe und kann das für den Verein machen, was er für den Verein für richtig hält. Feine Sache.


Klarer Fall von Kommerkommunikation des Bloggers Beckinsale, der vermutlich gar nicht ahnt was er damit anrichtet. Denn: Als Externer, der Infos über den SFCD sucht und dann im Blog landen wird, sind mir die inneren Angelegenheiten des SFCD schnuppe. Ich besuche das Blog nicht weil ich lesen möchte wie sich Vorstand, Chefredaktion und wersonstnoch in den Haaren haben – das kann man im Forum nachlesen, ja, öffentlich sogar – sondern weil ich Infos über den SFCD möchte. Und wenn ich das da oben lese werde ich es mir fünffach überlegen ob ich bei diesem offenbar merkwürdigem Verein eintrete. Wohl eher nicht.

Das zweite: Natürlich gehört zu einem Blog dazu, dass man sagt was man macht und dass man auch auf interessante Meldungen verlinkt. Klar. Doch auf Dauer ist das halt – nun – langweilig. Ich bin mir sicher, der SFCD hat viele spannende Hintergrundgeschichten zu erzählen, die für den Leser interessant sind – darauf liegt die Betonung: IN-TE-RES-SANT. Wie stellt man die Zines her? Was gibts Neues? Wo ist der SFCD? Öffentlichkeitsarbeit galore. Das sind Infos, bei denen keine persönlichen Ressentiments eine Rolle spielen sollten und die viel eher dazu geeignet sind den Club interessanter zu machen. Deswegen gibts doch wohl auch das Blog, oder? Bei bestimmten Projekten fühlt man einfach: Da ist kein Herzblut dabei. Das machen die Leute nur weil sie a) dazu gezwungen werden oder b) weil sie auf den Trend aufspringen wollen aus welchen Gründen auch immer. Nur: Auf diese Weise bekommt man kein Blog – man bekommt eine Webseite, auf der man ins Internet schreibt. Uninteressant, unspannend, abtörnend…
Geschrieben von: Christian Spliess
26.08.2009, 05:43 Uhr | Kategorie: Allgemein
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Funksprüche zu diesem Eintrag

  1. Ja, sie schaffen es immer wieder, einen zu erheitern oder zu kreativen Gedanken zu verleiten ... die sich in irgend einem Text niederschlagen :-)))! HMP am 31.08.2009 um 16:57 | #
  2. Tja, irgendjemand muss das doch mal ansprechen und es ist ja nicht so, als ob ich nicht versucht hätte im Forum vor langer Zeit mal zu helfen... Dann halt nicht, die sind Groß, die wissen was sie tun. Und wenn sie es nicht wissen müssen sie fragen. :-) Christian Spließ am 31.08.2009 um 22:59 | #
  3. Ich habe zwar schon lange den Eindruck, dass hier des öfteren regelrecht nach dem Haar in der Suppe bei einem gewissen Altherrenverein gesucht wird.
    Aber hier muss ich zustimmen.
    Das ist echt der Hammer. Stänkern gegen andere Vereinsmitglieder. Und das auch noch im Blog des Vereins, wo Außenstehende nach Infos suchen (sollen). Abschreckung pur. Auch das Konzept mit Webseite und Blog verstehe ich nicht. Da stehen auf der Webseite ne Menge News, obwohl die doch eigentlich ins Blog gehören. Im blog sind diese Infos nochmal oder nur teilweise zu finden. Soll man da jetzt erst die Webseite durchwühlen und dann den Rest im Blog suchen. Oder umgekehrt? Warum nehmen die denn nicht die Webseite nur zum reinen Präsentieren und den Blog nur für die Infos? Nette Videos für ihre Startseite hat denen der kaffeecharly doch gemacht (na gut - das erste war nicht ganz so toll, aber das zweite hat was). Findet man diese kleinen begrüßungsfilmchen auf der Webseite? Nöööö... ach doch, da sind noch irgendwo kleine mickerige Links nach youtube.... vom Video einbetten haben die wohl noch nichts gehört. Ich verstehe diesen Altherrenverein einfach nicht. Wahrscheinlich sind die einfach nicht fürs Web geeignet. Egal. Ich habe sowieso nicht vor, einem Verein beizutreten. Dem schon gar nicht.
    H.J.Brandt
    Hans-Jürgen Brandt am 31.08.2009 um 23:36 | #
  4. Ich hatte das schon mal zu einem Kolumnen-Thema gemacht. Voriges Jahr als sie ihre Wahlkampfschlammschlacht austrugen (http://www.fantasyguide.de/8020.0.html).

    Ich weiß, dass die Kolumne registriert wurde und (ohne jetzt meiner Kolumne zu viel an Wirkung zu unterstellen) hatte den Eindruck, dass es besser geworden wäre. Nun geht aber das gleiche in anderer Farbe wieder los.

    Und, Christian, ich befürchte für die gilt eher "... denn sie wissen nicht, was sie tun ..."
    HMP am 01.09.2009 um 06:38 | #
  5. Zum o.a. Blogeintrag hat ja sogar der Kaffeecharly schon sein Unverständnis geäußert. Wenn sogar ein offensichtlich wohlmeinender Freund des Vereins sagt, wie wenig er von diesen seitenhieben hält, dann sollte der Verfasser des Blogeintrags doch eigentlich mal drüber nachdenken. Aber nöööö... anstatt den betr. Text abzumildern, wird auch der Freund vom user beckinsale abgebügelt (siehe Kommentare im o.a. Blog).
    Rechthaberei statt Hirn! Kopfschüttel!
    (Allerdings ist davon auch Herr Spließ nicht ganz unbefleckt - siehe hiesigen Blogeintrag zum Mark-Brandis-Hörspiel, der ja ein wenig Verwirrung verursacht hat. Sorry, das musste ich noch mal loswerden.)
    Hans-Jürgen Brandt am 01.09.2009 um 10:13 | #
  6. Dass der SFCD mich nicht mag ist mir bestens bekannt, dass braucht man nicht immer wieder zu wiederholen. Ansonsten ist Kritikresistenz schon etwas ganz wunderbares, nicht wahr? Wenn ich das wäre, also kritikresistent, dann würde ich meine Fehler im Blog ganz einfach so stehen lassen anstatt sie zu korrigieren.

    Wenn man nicht merkt, dass man mit nicht sehr netten Äußerungen im eigenen Blog sein Image zerstört, dann kann ich das auch nicht ändern. Kollerkommunikation schadet in erster Linie demjenigen, der sie äußert. Und dass man sich mal hinsetzen und seine Zielgruppe definieren sollte und eine Übereinkunft wie man bloggt ist durchaus sinnvoll. Das einfache Losbloggen macht sicherlich auch Sinn, aber nur dann wenn man kein größeres Team im Rücken hat oder wenn einen Verein wie den SFCD.

    Es hat gewiß seinen Vorteile einen sehr offenen Dialog zu führen - aber man verstehe bitte mein Unverständnis wenn interne Informationen öffentlich zugänglich sind - was im Forum der Fall ist, es sei denn es wurde mittlerweile geändert. Die diversen Grabenkämpfe, die offenbar momentan beim SFCD von statten gehen interessieren mich nicht. Ebensowenig wie das potentielle Neumitglied.

    Darum geht es doch im SFCD-Blog, oder? Es ist eine Präsentation des Vereins nach außen. Die eventuell neue Mitglieder gewinnen soll. Wenn dem nicht so ist, dann bitte ich um Entschuldigung - aber selbst dann ist es nicht opportun interne Infos a la Wikileaks in die weite Internetwelt zu bringen.

    Wissen Sie Herr Brandt, ich bin lernfähig und ich habe auch geschrieben, dass ich euch eine Zeit lang beobachtet habe bevor ich den Beitrag schrieb. Ebenso wie Sie bestimmte Beiträge von mir absolut für schlecht halten - oh, ich habe immerhin meine Fehler eingestanden, aber das zählt ja so gar nicht, gelle, immer nur feste drauf, passt schon, da ist der Feind - halte ich bestimmte Praktiken, die ich bei den Duisburger Philharmonikern gelernt habe durchaus für sinnvoll. (Die URL des Blogs brauche ich nicht zu nennen, die finden Sie bestimmt bei Google, nicht wahr, und das Blog spielt hier auch keine Rolle eigentlich.)

    Na ja, machen Sie halt weiter so. Füllen Sie weiterhin die Kommentare hier wenn es Ihnen Spaß macht - Sie werden aber keine Antwort mehr von mir bekommen denn dass der SFCD nicht mit mir reden möchte ist schon klar. Ich muss aber auch nicht mit Ihnen reden. Und werde das auch nicht mehr tun, denn wir haben uns garantiert weder etwas zu sagen noch zu schreiben.

    Und bitte, bitte, bitte - schlagen Sie nochmal den Begriff Kollerkommunikation nach und lesen Sie wenigstens mal den Ursprungsartikel von Thomas Knüwer beim Handelsblatt. Das könnte eventuell weiterhelfen.
    Christian Spließ am 03.09.2009 um 23:23 | #
  7. Nur zur Klarstellung: Hans-Jürgen Brandt ist kein SFCD-Mitglied. Christian Spließ ebenfalls nicht.

    My.
    Beckinsale am 04.09.2009 um 06:00 | #
  8. Vielen Dank für Ihre Klarstellung, Herr Beckinsale.

    Herr Cjristian spließ scheint da ein kleines Unterscheidungs-Problem zu haben. Was aber in gewisser weise auch ganz amüsant ist. :)

    Ihnen Herr Beckinsale, möchte ich bei dieser gelegenheit allerdings sagen, daß Sie Ihren Verein nicht besonders gut repräsentieren, wenn Sie solche blogeinträge machen. Das macht nicht nur Sie selbst, sondern auch Ihren Verein für außenstehende wie mich sehr unsymphatisch.
    Hans-Jürgen Brandt am 04.09.2009 um 13:47 | #
  9. @ Beckinsale

    Was soll uns diese Aussage näherbringen?
    Wer lesen kann, und das setzte ich bei Ihnen voraus, der stellt fest, dass der Autor über den Club liest und ihm NICHT beigetreten ist.

    Warum nehmen Sie nicht konkret Stellung zu dem was hier geschrieben wird? Damit würde zumnindest ein anderer Blickwinkel angeboten werden.

    P.S. Auch ich gehöre nicht zum SFCD. Nach den Querelen, die bisher im Internet zu verfolgen, spricht mich ein Verein, der nicht zur Ruhe kommen kann nicht an.
    der oliver am 08.09.2009 um 18:12 | #
  10. Herr Oliver,
    lesen Sie doch bitte einmal die an mich gerichteten Worte des Herrn Spließ.
    Daran werden Sie erkennen, daß die Klarstellung des Herrn Beckinsale durchaus notwendig war.

    Sie haben natürlich recht: Jeder, der lesen kann, wird mich sicher nicht für einen Angehörigen des SFCd halten.
    Herr Spließ scheint da aber ein schlimmes Wahrnehmungsdefizit zu haben, denn er scheint mich für einen von Herrn Beckinsales Mannen zu halten.
    Wahrscheinlich glaubt herr Spließ, daß jede kritik an ihm selbst nur vom SFCd kommen kann. Ob das medizinische Gründe hat oder ob es die ersten Anzeichen einer Art SFCD_Paranoia sind, kann ich nicht beurteilen.

    Herr beckinsale hat übrigens den beanstandeten eintrag im sfcd-blog inzwischen geändert.
    Daran könnte sich herr Spließ ein beispiel nehmen, denn die Falschinformation, dich ich ihm vorgeworfen habe (nur um ihm klarzumachen, daß er selbst nicht fehlerlos ist), hat er bis heute nicht berichtigt.
    Also werde ich ihm das auch weiter unter die Nase reiben. Da kann er noch so laut über 'Kollerkommunikation' jammern (wohl eines seiner Lieblingsworte, wenn er nicht mehr weiter weiß).
    Auf fantasyguide.de gibt es übrigens eine sehr schöne Kolumne, in der fantastische Wesen wie Herr Christian Spließ sehr treffend beschrieben werden:
    http://www.fantasyguide.de/7182.0.html

    Schönen Tag noch.
    Hans-Jürgen Brandt am 08.09.2009 um 23:47 | #

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