Es scheint, als ob der erwartete
riesige, alles übertreffende Erfolg der
selbstverständlich nicht-braunen SF-Reihe "Stahlfront" - mit der ich mich ja schon vor knapp einem Jahr, meine Güte, Zeit fliegt, beschäftigte - nicht so eingetroffen ist wie sich das der Verlag erwartet hatte. Sicherlich hat die Maßnahme, dass man alle Bände jetzt kostenlos im Netz bekommen kann - ich werde mich hüten, auf diesen Dren einen wichtigen NGC-Link zu setzen, immerhin ist das NGC bekannt für seinen guten Ruf, habe aber durchaus die Pressemeldung vor einiger Zeit gelesen - also: Das alles hat nichts mit sinkenden Verkaufszahlen zu tun, die man jetzt mit aller Macht puschen müsste. Nein, natürlich nicht. Das ist nur ein cleveres virales Marketingkonzept, für solche Sachen ist HJB ja auch bekannt: Wenn der Verlag virales Marketing macht, dann sitzt das, dann klappt das, dann hat das Hand und Fuß. Na ja, zumindest scheint man sich das bei HJB so vorzustellen - dass das Vollspammen von Blogs, Foren und sonstigen Social-Communities nicht zum guten Ton und vor allem nicht zum guten Marketing gehört scheint der Verlag ja wohl gemerkt zu haben. Oder auch nicht, momentan regt man sich wieder in etlichen Fandom-Foren...
Was die Klageandrohung gegen mich und das NGC betrifft: Bis heute ist nichts eingegangen weswegen ich mir Sorgen machen müsste. Was seltsam ist, hatte man doch groß und breit getönt man wolle mich persönlich vor Gericht zerren wegen meiner Kritik an der Buchreihe - eine Aussicht, die alles andere als bequem war, aber man lernt ja auch aus Krisen. Aber anscheinend hat man sich dann doch nochmal mit dem Anwalt der Wahl beraten und ich denke, dass man eingesehen hat, dass eine Rezension eine Schmähkritik sein kann - aber desöfteren auch nur eine Rezension ist - meine Meinungsäußerung, die durch das Grundgesetz mehr als gedeckt ist.
Eine vernünftige, sachgemässe Diskussion jedenfalls ist zu diesem Thema einfach nicht möglich. Das beweist momentan auch wieder der
Thread im SF-Netzwerk. Wer auf einfache, klare Fragen gewundene und geschraubte Antworten gibt - so unter anderem möchte HJB nun nicht als "Verleger" bezeichnet werden, scheut sich aber die Sachlage zwischen HJB und UNITALL, dem Schweizer Verlag der "Stahlfront" herausbringt, nun angemessen zu erklären - der ist einfach kein Diskussionspartner. Ich möchte gerne das Ganze mit einem netten Spruch beenden, den ich irgendwann mal gehört habe: Wer keinen Arsch hat, sollte keine Hosen tragen.