Wenn ich jetzt definieren müsste, was mir bei Perry so gefehlt hat, dann ist es das: Der viel beschworene Sense of Wonder. Und wenn einer den richtig beschwören kann, dann Ian Banks. Eine gewaltige, große, gigantische Galaktische Zivilisation wird im Roman gezeigt, eine, die mit Wurmlöchern Verbindung hält und in der es Wesen gibt, die so alt sind wie das Universum. So jedenfalls behaupten das die Dwellers von Nasqueron, eigentlich ein unscheinbarer Planet, nichts besonderes. Die Dwellers werden von den Seern erforscht und Seer Fassin Taak bekommt eines Tages die Aufforderung sich zu einem Stelldichein mit den wirklich wichtigen Leuten der Zivilisation zu begeben. Denn ausgerechnet auf Nasqueron hat ein Dweller Kenntnis von Dingen, die das Universum in Aufregung versetzen. Abgesehen mal davon dass ein höchst ungemütlicher Vertreter eines Kultes sich mit einer Invasionsflotte auf den Weg gemacht hat um den Planeten deswegen zu erobern: Seer Fassin Taak muss den Dweller finden, das Zauberwort lautet: Wurmlöcher. Soweit der Stand der Dinge.
Wie gesagt: Das ist wirklich atemberaubende SF, Banks gibt sich mit sowas mickrigem wie Jahrhunderten gar nicht erst ab, bei ihm gehts direkt um Jahrtausende, Jahrmillionen. Zahlreiche glaubwürdige Außerirdische bevölkern die Handlung und auch die Charaktere der handelnden Menschen sind glaubwürdig und man fühlt sich ihnen hautnah. Vor allem der Anführer des Kults ist derart diabolisch, das habe ich schon seit längerem nicht mehr gelesen. Nach dem ersten Drittel kann ich natürlich kein abschließendes Urteil abgeben, dazu fehlt natürlich noch zu viel Handlung aber wenn ihr wissen wollt ob ihr den Roman kaufen sollt oder nicht:
KAUFEN! LOS! Wunderbare, atemberaubende, spannende SF. Gut, bei Perry gehts auch um große Zusammenhänge, aber eine richtige, tolle Space-Opera kann halt nur Banks. Und jetzt wiederlegt mich wenn ihr könnt. ;-)