Neues Geschäftsmodell beim Computerspiel Elite Dangerous

Das Thema Crowdfunding ist zumindest in der SF-Community in Deutschland noch nicht so angekommen – vielerorts setzen aber immer mehr Verlage und Einzelpersonen auf diese besondere Art der Finanzierung. Wobei der Trend immer mehr dazu geht wie bei “Iron Sky” nicht komplett auf diese Art von Finanzierung zu setzen sondern Crowdfunding als zusätzliche Alternative im Mix zu begreifen. Die Macher von Elite: Dangerous setzen dagegen noch auf die bekannte Alles-oder-Nichts-Option.

Das Ziel bis zum 5. Januar 2013 bei der Plattform Kickstarter: 1.250.000 Millionen Pfund. Zusammengekommen sind jetzt an die 800.000 Pfund. Ob das Ziel erreicht werden wird ist die Frage. Ebenso, ob der eingeschlagene Kurs nicht die Fans verärgert, denn das Team geht noch einen Schritt weiter – wer zukünftig nicht für alle kostenpflichtigen Updates separat bezahlen möchte, kann dies mit einer Einlage von 90 Pfund für die Kamapagne verhinden. Dafür bekommt man dann immerhin ein komplett DRM-freies Spiel inklusive “a premium boxed edition is in place of the standard boxed addition, which includes a T shirt with “I backed Elite: Dangerous” on the back, and a paperback copy of the official sequel to “The Dark Wheel”. Ein eher ungewöhnlicher Schritt, der eine rege Diskussion aufwarf. Ian Bell, Miterfinder des Spiels, ist über diese Entwicklung jedenfalls alles andere als glücklich, versprach aber in einem Kommentar bei Kickstarter dem Projekt keine Steine in den Weg zu legen.

 

 

Haus der Geschichte zeigt Science Fiction in Deutschland

Gar nicht so einfach Informationen über die kommende Ausstellung im Haus der Geschichte in Bonn zu bekommen – auf der Homepage des Hauses selbst findet sich halt nur der Hinweis, dass es diese Ausstellung geben wird.

Merkwürdig, aber in den Pressemitteilungen gibts tatsächlich auch keinen weiteren Hinweis auf das kommende Event. Machen wir also einen Schlenker zu den Kollegen von Perry Rhodan, die mehr Informationen dazu haben. Vermutlich ist die entsprechende Meldung nur noch nicht auf der Homepage des HDG eingestellt worden…

Vier Stunden bis zum Weltuntergang!

Die Brennenden Buchstaben haben am 21.12. eine Lesung mit SF-Autoren vorbereitet und läuten damit pünktlich den Weltuntergang ein. Falls wir den überleben sollten, hat man immerhin vier Stunden SF-Autoren der ersten Liga genießen können:

Von 20 Uhr bis 21 Uhr liest der Experte für Wissenschaftsthriller Thomas ThiemeyerAutor von Titeln wie Korona, Nebra und Magma im Kafe Krümelkram auf Ataria.

Von 21 Uhr bis 22 Uhr erleben wir Marcus Hammerschmitt, den Schöpfer großartiger Science Fiction Alterntivweltentwürfe wie “Der Zensor” und “Polyplay”  auf Ling Vision

Vom 22 Uhr bis 22.30 Uhr liest der in SecondLife mittlerweile sehr beliebte Schriftsteller Frederic Brake in SecondLife Köln, ihm folgt Michael Marrak, Autor u.a. von Lord Gamma  und Black Prophecy, der bist (SIC!) 23.30 Uhr auf der Bühne stehen wird, gefolgt von Michael Iwoleit,  dem Altmeister des deutschsprachigen Cyberpunks, der uns bis Mitternacht mit seiner markanten Stimme unterhalten wird.

Das Ganze findet in Second Life statt – ja, das gibts noch – und die Details wie man in die unendlichen Weiten des Cyberspaces kommt und dem Ganzen lauschen kann stehen im Blog von Thorsten Küper.

Wie Prometheus auch hätte werden können: Drehbuch-Variante geleakt

Ach, Prometheus hatte schon etwas. Jedenfalls in der 3D-Variante: Nämlich nette Bilder. Leider war die Story dann nicht mehr ganz so super, schade eigentlich. Vielleicht hätte man ja einfach das Drehbuch verfilmen sollen, das jetzt im Netz aufgetaucht ist?

John Spaihts Version namens “Alien: Engineers” bietet jedenfalls neue Aliens und eine andere Handlung. Das Drehbuch, das im Netz auftauchte, ist in der Tat authenthisch. Und anstatt, dass Spaihts jetzt rumwütet und tobt nimmt er das ganz gelassen: “The interest in the script speaks, more than anything, to their love of the film and the Alien universe. It’s really just an aspect of their fandom for the larger universe and owes much more to Ridley Scott than to me.” Respekt, Mister Spaiths.

Via: The Verge

Bücherherbst im aktuellen Fandom-Observer

Auf Berichte über die Buchmesse Frankfurt selbst und die ellenlange Wege, die Massen und was alles dazugehört verzichtet die aktuelle Ausgabe des Fandom-Observers – und tut gut daran, schließlich liest man sowas ja schon generell eher online oder in diversen Fanzines zur Genüge momentan. Stattdessen zelebriert die von Florian Breitsameter gestaltete Ausgabe den Bücherherbst an sich und bietet gefühlte 150.000 Vorschläge was man alles bei dem Buchhändler um die Ecke bestellen kann. Zudem ist das Design gut geraten – Cover auch mal schräg in den Text zu packen muss man sich erstmal trauen. Das Interview mit Tommy Krappweis ergänzt dann noch die Ausgabe aufs Beste, während auch über Fernsehen- und TV-Serien informiert und über die Frage gerätselt wird, warum Judge Dredd a) ein Remake erfahren hat und b) ausgerechnet in 3D.

Wie immer kostenlos und ohne jede Verpflichtung gibts die aktuelle Ausgabe als PDF zum Herunterladen.

Disney übernimmt Lucas

Zuerst dachte ich auch, es ist ein verspäteter Aprilscherz, aber es stimmt wohl: Disney übernimmt Lucas, Entenhausen verpflanzt sich auf den Todesstern. Allerorten tauchen schon die diversen Reaktionen auf und es gibt hybsche Bildchen Prinzessin Leia im Disney-Style als Prinzessin. Ich werde jetzt nicht in die Debatte für oder wider einsteigen sondern verweise auf den klugen Artikel der Kollegen von DWDL, der uns im ersten Satz schon in Erinnerung ruft dass Pixar und Marvel ja auch zu Disney gehören…

(Und kann mir nicht verkneifen darauf hinweisen, dass die aktuelle Geek eine Kolumne von Frau Kern hat, die dezidiert Argumente gegen das Neue auseinandernimmt. Bei Star Trek. Kann man aber auch generell schön anwenden…)

 

Perry-Rhodan-Action: Alle drei Zyklen jetzt als eBook

Wie Achim Mehnert in seinem Blog berichtet – und wie ich gestern auch schon per Zufall gesehen habe, aber ihr kennt das: Ab einem bestimmten Alter sollte man sich alles aufschreiben ;-) – sind alle drei Perry-Rhodan-Action-Zyklen als eBooks zu haben.

Das Spin-Off erschien von 2008 bis 2009. Beteiligt waren als Autoren unter anderem Robert Feldhoff, Hans Kneifel, Achim Mehnert natürlich oder H. G. Francis. Ich selber habe die Serie nicht verfolgt, kann daher auch nicht sagen inwieweit der Action-Anteil hier gewichtet ist. Nach den Titelbildern zu urteilen ist der allerdings wohl hoch.

Alle 36 Hefte, also die kompletten drei Zyklen Demetria, Kristallmond und Wega, erscheinen als drei Pakete. Der Lesespaß – soweit ich das gehen habe DRM-frei! – kostet um die 13,- Euro. (Seltsam, vor kurzem hatte ich noch die Gutscheine vom Perry-Rhodan-Weltcon 2000 in der Hand, die auch für irgendwas eBook-Artiges damals warben… ;-))

Neue Print-Auflage für Rettungskreuzer Ikarus

Betrachtet man sich das Spektrum der Kleinverlage so fällt einem rasch auf, dass der Atlantis-Verlag einer der rührigeren ist – Inhaber Guido Latz scheint mit einer gesunden Einstellung zum Scheitern gesegnet zu sein, denn immer wieder experimentiert der Verlag mit neuen Angebotsformen oder neuen Serien. Mit “Rettungskreuzer Ikarus” nähert sich ein solches Experiment in der ersten Auflage immerhin schon Band 50, der erscheint im nächsten Jahr.

Vermutlich werden die meisten Fans schon die erste Auflage im Schrank haben, sicher gibts bei eBay noch den ein oder anderen Band – aber wie Guido Latz es im Gespräch mit dem Zauberspiegel formuliert: “Seit Erscheinen von Band 1 ist also eine sehr lange Zeit vergangen, eine Zeit, in der viele Leser vielleicht – und nicht zuletzt durch die eBook-Ausgabe – auf die Serie aufmerksam wurden., aber immer vor einem Berg aus Ausgaben standen; es gab und gibt sicher die ersten 15 Romane in Sammelbänden, aber den Kick „richtig“ von Band 1 an zu lesen ohne nachbestellen zu müssen, den gab es nicht.” Ich kann mich noch an Zeiten erinnern als generell gesagt wurde, eBooks wären Tinnef und würden sich nie im Leben durchsetzen. Wer bisher also das haptische Gefühl vermisste kann sich freuen: Monatlich erscheint demnächst die 2. Print-Auflage beim Atlantis-Verlag, preisgünstiger, dünner – aber mit dem kompletten Inhalt der alten Bände.

“Rettungskreuzer Ikarus” scheint zu Beginn der Serie eine typische “Raumschiff-Missionserfüllungs”-Serie zu sein. Wobei die Mannschaft im ersten Band wie ihr Schiff eher abgetakelt daherkommt – die “Feuertaufe” schweißt die Mannschaft aber schnell zusammen und nach und nach wird klar, dass es da im Hintergrund doch noch mehr zu geben scheint als man glaubt… Die neue Printauflage erscheint, wie schon bemerkt, monatlich, kostet einen Fünfer und kann wie alles direkt beim Verlag oder im Buchhandel bestellt werden.

Oh, die eBooks demnächst bei Apple? Gute Idee, Herr Latz. ;-)